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E.on investiert sieben Milliarden Euro

Teyssen: "Wollen alle 18 Monate einen neuen Offshore-Windpark in Betrieb nehmen"

Deutschlands größter Energieversorger E.on will in den nächsten fünf Jahren mindestens sieben Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren. "Zukünftig wollen wir alle 18 Monate einen neuen Offshore-Windpark in Betrieb nehmen", kündigte der E.on-Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen am Donnerstag in Düsseldorf an.

Dabei hat der Konzern auch Standorte in Deutschland im Blick. Für rund eine Milliarden Euro soll in der Nordsee der Hochsee-Windpark Amrumbank West entstehen. Ab 2015 sollen von dort 80 Siemens-Turbinen mit 288 Megawatt Gesamtleistung Strom für rund 300.000 Haushalte liefern.

Vor der englischen Küste baut der Konzern gleichzeitig für rund 850 Millionen Euro den Windpark Humber Gateway mit einer Leistung von 219 Megawatt. Südlich von Schweden errichtet E.on für 120 Millionen Euro bis 2013 den Windpark Karehamn, der 48 Megawatt Leistung haben soll.

In dieser Woche nimmt der Konzern außerdem eine neue Hochspannungsleitung in Nordfriesland in Betrieb, die die dortigen Übertragungskapazitäten verdreifachen und die Anbindung der Windparks an das deutsche Höchstspannungsnetz ermöglichen soll.

Offshore-Wind wächst besonders schnell

"Erneuerbare Energien sind ein zentraler Pfeiler unserer Konzernstrategie und insbesondere Offshore-Wind ist eines unsrer Wachstumsfelder", sagte Teyssen.

Der Düsseldorfer Konzern leidet zurzeit massiv unter den Folgen der Energiewende, die ihn unvorbereitet traf. Der bereinigte Konzernüberschuss schrumpfte durch den Atomausstieg, Probleme auf dem Gasmarkt und die niedrigen Strompreise in den ersten neun Monaten dieses Jahres um zwei Drittel zusammen. Außerdem musste das Unternehmen wegen schlechterer Marktaussichten in Spanien, Italien und Teilen Mitteleuropas in dieser Woche rund drei Milliarden Euro an Wertberichtigungen vor allem auf Kohle- und Gaskraftwerke vornehmen.

Um trotz der angespannten Situation Spielraum für Investitionen in erneuerbare Energien und in Wachstumsmärkten wie Brasilien, Indien oder der Türkei zu bekommen, hat Teyssen dem Konzern ein drastisches Sparprogramm verordnet. Weltweit sollen bis zu 11.000 der bislang 80.000 Stellen im Konzern abgebaut werden, allein 6.000 davon in Deutschland.

(dapd )


 


 

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