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BIENE-Wettbewerb will barrierefreies Internet fördern

Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen suchen zum sechsten Mal die besten barrierefreien Webseiten. Ausgezeichnet werden Seiten, die Menschen mit einer Beeinträchtigung den Umgang mit dem Internet vereinfachen.

Das Internet durchdringt fast alle Lebensbereiche. Laut (N)Onliner Atlas, Deutschlands größter Studie zur Internet-Nutzung, sind zwei Drittel der Deutschen regelmäßig online. "Diese Zahlen klingen gut", sagt Iris Cornelssen, Leiterin Internet-Projekte bei der Aktion Mensch. "Allerdings schließen die meisten Webseiten Menschen mit Behinderung aus, denn Sie sind nicht barrierefrei gestaltet." Um das zu ändern, starten die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderung, bereits zum sechsten Mal gemeinsam den BIENE-Wettbewerb. Ziel des Wettbewerbs ist es, die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten zu finden und als Vorbild bekannt zu machen. Bewerbungen sind in den vier Kategorien „Informations- und Kommunikationsangebote“, „Recherche- und Serviceangebote“, „Einkaufs- und Transaktionsangebote“ und „Gemeinschafts- und Interaktionsangebote“ möglich.

Kriterienkatalog wird überarbeitet

Am Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Internet-Angebote teilnehmen. Für Studierende und Auszubildende haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Bevor die Gewinner im Dezember 2009 eine der begehrten Auszeichnungen in Empfang nehmen können, müssen sich die eingereichten Seiten einem mehrstufigen Testverfahren unterziehen. Dabei werden auch die aktuellen internationalen Richtlinien zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt; die so genannten Web Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) hatte das oberste Gremium zur Standardisierung der im World Wide Web eingesetzten Techniken, das World Wide Web Consortium (W3C), erst im Dezember 2008 verabschiedet. "Mit dem neuen Kriterienkatalog wird die BIENE einmal mehr eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung eines barrierefreien Internets einnehmen", betont Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, die Signalwirkung des Wettbewerbs und erklärt: "Die BIENE 2009 wird eine der ersten Möglichkeiten sein, die Wirkung der neuen Richtlinien in Deutschland in der Praxis zu bewerten."

(Redaktion)


 


 

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