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Bilfinger Berger

Baukonzern gibt sich von Börsenturbulenzen unbeeindruckt

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger sieht sich durch die Turbulenzen an den Aktienmärkten nicht beeinträchtigt und hält weiter an den Plänen für Zukäufe fest. "Wir wollen in den kommenden Monaten bis zu zwei Jahren unseren Investitionsspielraum nutzen", sagte der neue Vorstandsvorsitzende Roland Koch am Donnerstag in Mannheim. "Wir beobachten sehr genau", fügte er hinzu. An liquiden Mitteln stehen dem Konzern 825 Millionen Euro zur Verfügung.

Von Matthias Jekosch

Das Geld ist den Angaben nach "konservativ" als Tagesgeld oder Festgeld mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr angelegt. Davon sei durch die Abwärtsbewegungen an der Börse "kein Cent" verloren gegangen, sagte Koch. Auch bei den Kunden sieht er keine Beeinträchtigungen. "Wir haben bei unseren Kunden volle Bücher und voll ausgelastete Betriebe. Es gibt überhaupt keine Anzeichen, dass es zu Stornierungen kommen müsste", sagte Koch.

Leistung stieg um sieben Prozent

Der ehemalige hessische Ministerpräsident konnte bei der ersten Zwischenbilanz, die er als Vorstandsvorsitzender vorlegte, mit starken Zahlen aufwarten. Die Leistung, die neben dem Konzernumsatz auch die in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Arbeiten einbezieht, stieg im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 4,03 Milliarden Euro.

Das Konzernergebnis hat sich im gleichen Zeitraum sogar mehr als verdoppelt. Es stieg um 124 Prozent auf 264 Millionen Euro. Maßgeblichen Anteil daran hatte allerdings der Verkauf der Beteiligung an Valemus Australia im März. Der Auftragsbestand ging insgesamt leicht zurück, das liegt laut Koch vor allem an der strategisch gewollten Reduzierung des Baugeschäftes.

Vor diesem Hintergrund blickt das Unternehmen auch optimistisch auf das Gesamtjahr. Koch rechnet mit einem Anstieg des Umsatzes auf 8,2 Milliarden Euro nach 8,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis werde vor allem durch das Valemus-Geschäft deutlich steigen von 284 Millionen Euro im Vorjahr auf etwa 380 Millionen Euro.

Energiewende birgt Potenzial für Bilfinger Berger

Für die weitere Zukunft sieht Koch großes Potenzial in der Energiewende in Deutschland. "Bei Kraftwerken können wir außer der Turbine und dem Generator alles bauen", sagte er. Die Modernisierung und Effizienzsteigerung vorhandener Kraftwerke in Deutschland sei ein "hochinteressanter und außerordentlich günstig aufgestellter Markt". Allerdings gab sich Koch betont vorsichtig. Es bleibe erst abzuwarten, welche Schwerpunkte die Energiewirtschaft und die Politik setzen.

Koch betonte erneut, dass es ihm vor allem darum gehe, die Interaktion der einzelnen Unternehmensteile zu stärken. So könne Bilfinger Berger insgesamt zu einer neuen Stärke kommen. Den von seinem Vorgänger Herbert Bodner eingeschlagenen Kurs von einem Baukonzern zu einem Dienstleistungsunternehmen bezeichnete Koch als Alleinstellungsmerkmal . Das betrachte er als Vorteil, sagte der frühere CDU-Politiker, der sein Amt zum 1. Juli antrat.

(dapd )


 


 

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