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Bock spricht von Normalisierung

Wachstum bei BASF schwächt sich ab - Integration von Cognis erfolgreich

Das schwungvolle Wachstum des Chemieriesen BASF aus den ersten drei Monaten des Jahres hat sich im zweiten Quartal etwas abgeschwächt. "Nach einem kraftvollen Jahresauftakt hatten wir ein gutes und solides zweites Quartal", sagte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Kurt Bock, am Donnerstag in Ludwigshafen.

Von Matthias Jekosch

BASF vermeldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 18,5 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn ( Ebit ) wuchs allerdings nur um 1,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Belastet wurde das Geschäft durch die Einstellung der Ölproduktion in Libyen und den starken Dollar. Ohne Berücksichtigung des Libyengeschäfts stieg der Vorsteuergewinn um 16 Prozent. Bock rechnet nicht damit, dass die Ölproduktion in dem von Unruhen erschütterten Land in diesem Jahr wieder aufgenommen wird.

Für das gesamte erste Halbjahr betrug der Umsatzzuwachs 19,4 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen wurde den Angaben nach um 19,4 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro gesteigert. Bock sprach angesichts der Entwicklung von einer "Normalisierung".

Gestiegene Rohstoffpreise wurden an Kunden weitergegeben

Bei den chemischen Produkten sei es dem Konzern gelungen, gestiegene Rohstoffpreise über die Verkaufspreise größtenteils an die Kunden weiterzugeben. Positiv wirkte sich auch die Übernahme der Cognis-Gruppe in den Konzern aus. Die Integration des Herstellers von Chemikalien für die Lebensmittelindustrie verlaufe "außerordentlich erfreulich".

Für das weitere Wachstum des Chemiekonzerns gibt es allerdings noch einige Unwägbarkeiten. "So beobachten wir die Euro-Entwicklung und die Schuldensituation in einigen europäischen Ländern und den USA weiterhin mit Sorge", sagte Bock. Hinzu komme der anhaltend hohe Ölpreis, der die Margen belaste.

Dennoch strebt BASF nach Aussage Bocks weiterhin an, den Spitzenwert beim Ebit vor Sondereinflüssen in Höhe von rund 8,1 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr 2011 zu übertreffen.

(dapd )


 


 

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