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Dax gibt wegen Zypern nur leicht nach

Die umstrittenen Pläne zur Zypern-Rettung haben den Dax am Montag ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex, der am Vormittag fast zwei Prozent verloren hatte, reduzierte seine Verluste aber bis zum Abend und ging 0,4 Prozent leichter bei 8.011 Punkten aus dem Handel. Das Tagestief lag bei 7.902 Zählern.

Die Nebenwerte hielten sich dagegen wacker: Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 13.515 Punkte, der TecDax schloss mit 925 Zählern auf dem Niveau des Vortages. Unter Anlegern setzt sich offenbar die Ansicht durch, dass ein Ansturm der Sparer auf die Banken in anderen Krisenländern unwahrscheinlich sei und dass Zypern die kleinen Sparer weniger als ursprünglich geplant belasten dürfte.

Das Thema Zypern belastete auch die Kurse an der New Yorker Wall Street. Der Dow-Jones-Index gab bis 17:45 Uhr (MEZ) 0,1 Prozent auf 14.497 Punkte nach. Der Nasdaq Composite verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 3.246 Zähler.

Erstmals seit Ausbruch der Krise in der Eurozone sollen nun auch Spareinlagen zur Bankenrettung in einem Krisenland herangezogen werden. "Damit ist ein Tabubruch vollzogen worden", sagte ein Analyst. Dies gehe weit über das hinaus, was erwartet worden war, und könnte die Angst vor einem möglichen politischen Fehler verstärken.

Der Euro gab im Handelsverlauf deutlich nach und markierte bei 1,2881 Dollar ein neues Jahrestief. Bis zum Abend erholte sich die Gemeinschaftswährung aber wieder und notierte bei 1,2975 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2929 Dollar festgelegt.

Im Dax wurden vor allem Finanztitel verkauft. Deutsche Bank verloren 1,9 Prozent auf 33,46 Euro. Zu den größten Verlierern zählten auch Infineon und Allianz, die 1,7 beziehungsweise 1,8 Prozent abgaben. Gesucht waren dagegen Lufthansa. Die Aktien verteuerten sich um 2,4 Prozent auf 16,55 Euro. Continental und Henkel verbesserten sich um 1,4 beziehungsweise 1,2 Prozent.

Im MDax waren Fielmann Tagessieger. Die Aktien legten 2,5 Prozent auf 71,45 Euro zu. Am Ende des Index lagen TAG Immobilien, die 1,1 Prozent auf 8,96 Euro einbüßten. Die Aktien des MDAX-Neulings Norma Group gaben 2,4 Prozent auf 25,59 Euro nach. Norma kam für Vossloh in den Index.

Im TecDax stiegen Evotec um 1,8 Prozent auf 2,57 Euro. Gegen den Trend bei den Technologiewerten verloren Telefonica 3,2 Prozent auf 6,02 Euro. Die deutsche Tochter des spanischen Telekommunikationskonzerns ist seit Montag im TecDAX notiert. Ausgeschieden ist Solarworld.

(dapd)


 


 

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