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Dax stürzt fast 150 Punkte ab

Erneut aufgeflammte Sorgen um die Wirtschaft in Europa sowie Verunsicherung über die Geldpolitik der USA haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag stark unter Druck gesetzt. Bis zum Abend sackte der Dax in Frankfurt am Main um fast 1,9 Prozent auf 7.584 Punkte ab. Zwischenzeitlich war das deutsche Börsenbarometer sogar bis fast auf 7.560 Zähler gerutscht.

Auch die Nebenwerte wurden verkauft. Der MDax verbuchte bis Handelsschluss Einbußen von 1,2 Prozent auf 13.014 Punkte. Der TecDax gab 1,3 Prozent auf 897 Zähler nach.

Ebenfalls massiv unter Druck geriet der Euro. Er erholte sich aber im Tagesverlauf etwas und kletterte bis zum Abend wieder über die Marke von 1,32 Dollar auf 1,3207 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs am Nachmittag noch um 1,4 Prozent auf 1,3186 Dollar gesenkt.

Grund für den Absturz von Börse und Euro waren nach Einschätzung von Analysten Bedenken der Anleger wegen der anstehenden Wahlen in Italien, bei denen am Sonntag auch Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi wieder kandidiert. Dazu kamen schwache Konjunkturdaten aus europäischen Ländern wie Frankreich.

Zudem gab es am Markt die Befürchtung, dass die US-Notenbank Fed ihre lockere Geldpolitik beenden könnte. Solche Überlegungen gingen aus einem am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokoll der Fed hervor.

Entsprechend schwach zeigten sich die US-Börsen. An der New Yorker Wall Street büßte der Dow-Jones-Index bis zum Abend (MEZ) 0,4 Prozent auf 13.870 Punkte ein. Der technologieorientierte Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 3.138 Zähler.

Schwächster Wert in einem fast durchweg von Minuszeichen geprägten Dax waren Lanxess. Die Aktie verbilligte sich um 4,5 Prozent auf 65,87 Euro. Daneben verloren Deutsche Bank 3,9 Prozent auf 34,80 Euro und ThyssenKrupp 3,2 Prozent auf 17,16 Euro.

Einzige Gewinner im Index waren Fresenius mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent auf 89,34 Euro, Fresenius Medical Care mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 52,03 Euro sowie Linde, die sich um 0,1 Prozent auf 134,95 Euro verteuerten.

Im MDax verbuchten ElringKlinger mit einem Abschlag von 4,5 Prozent auf 27,18 Euro die größten Verluste. Daneben gaben Baywa knapp 4 und Wincor Nixdorf 3,7 Prozent ab. An die Spitze der kurzen Gewinner-Liste setzten sich Klöckner & Co, die 3,6 Prozent auf 10,91 Euro zulegten. Zudem verteuerten sich Rhön Klinikum um 1,6 Prozent und Kabel Deutschland um 1,4 Prozent.

Im TecDax wurden vor allem Xing-Aktien verkauft. Anteile des Online-Netzwerks sackten 6,2 Prozent auf 40,04 Euro ab. Dagegen konnten Papiere von Dialog Semicoductor 5,1 Prozent zulegen und schlossen bei 14,24 Euro.

(dapd)


 


 

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