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Anleger fürchten drohende Staatspleite Nordamerikas

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag unter schlechten US-Konjunkturdaten und der drohenden Staatspleite leiden müssen. Der Dax schloss bei minus 0,4 Prozent auf 7.159 Punkte, der MDax notierte nahe Vortagsniveau bei 10.467 Zählern. Der TecDax gab 0,7 Prozent ab auf 821 Punkte. Die Wirtschaft war im zweiten Quartal mit 1,3 Prozent deutlich langsamer gewachsen als erwartet. Für Unruhe sorgte auch die Angst vor einem Rückfall der USA in die Rezession.

Die ganze Breitseite schlechter Nachrichten hat auch die Kurse an der New Yorker Wall Street im Verlauf des Freitags deutlich ins Minus gedrückt. Das enttäuschend ausgefallene BIP, ein schwächerer Einkaufsmanager-Index aus Chicago und die immer näherrückende Zahlungsunfähigkeit der USA belasteten. Der Dow-Jones-Index verlor bis zum Abend (MESZ) 0,4 Prozent auf 12.208 Punkte, der Nasdaq-Composite-Index stieg dagegen um 0,4 Prozent auf 2.776 Zähler.

Deutlich fester und nur knapp unter 1,44 Dollar ging der Euro am Freitag aus dem europäisch dominierten Geschäft. Eine Kombination aus schlechten US-Konjunkturdaten und der Debatte um die US-Schuldenobergrenze haben den US-Dollar fast anderthalb Cent gegen den Euro abwerten lassen. Vor allem die kräftige Revision der Daten zur US-Wirtschaftsleistung nach unten sorgte für Entsetzen am Markt. Gold und Schweizer Franken sprangen auf neue Rekordhochs.

Erst die Aufforderung von US-Präsident Barack Obama an die zwei Parteien, bis Dienstag einen unterschriftsreifen Kompromiss vorzulegen, bremste den Dollar-Rückgang etwas. Der Euro kostete am Freitagabend 1,4385 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzwert am Nachmittag auf 1,4260 Dollar festgelegt.

Im Dax verloren Adidas knapp 3,1 Prozent auf 51,79 Euro. Fresenius Medical Care gaben 2,0 Prozent ab auf 53,43 Euro. Deutsche Börse sanken um 1,8 Prozent auf 51,64 Euro. Am anderen Ende legten Commerzbank um 3,4 Prozent zu auf 2,66 Euro. Linde und MAN waren ebenfalls gefragt.

Im MDax waren Sky Deutschland die Verlierer mit minus 3,3 Prozent auf 3,30 Euro. GEA stiegen um 4,8 Prozent auf 24,27 Euro. Im TecDax gaben Aixtron 3,6 Prozent ab, Q-Cells verbesserten sich um 1,3 Prozent.

(dapd )


 


 

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