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Überraschender Wahlausgang in Italien lässt Dax-Gewinn schmelzen

Nach dem überraschenden Patt bei den Wahlen in Italien hat der deutsche Aktienmarkt am Montag einen Teil seiner Gewinne bis zum Handelsschluss wieder abgegeben. Der Leitindex Dax schloss bei 7.773 Punkten, was einem Plus von 1,5 Prozent entsprach.

Im Handelsverlauf war das Börsenbarometer bis auf 7.861 Punkte gestiegen. Am Nachmittag hatte das Plus noch gut 2,3 Prozent betragen, kurz vor Handelsschluss war es auf 0,9 Prozent geschmolzen.

Laut Hochrechnungen des italienischen TV-Senders RAI liegt Silvio Berlusconi im Senat mit 31 Prozent der Stimmen vorn. Das Mitte-Links-Bündnis unter Pier Luigi Bersani kommt demnach auf 29,5 Prozent. In ersten Hochrechnungen hatte Bersani noch klar vorn gelegen, sowohl im Abgeordnetenhaus als auch im Senat. Bei einem Sieg Berlusconis im Senat droht ein politischer Stillstand - ein für die Märkte sehr negativer Wahlausgang.

Die deutschen Nebenwerte schlossen mit leichten Gewinnen. Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 13.142 Punkte, der TecDax verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 913 Zähler.

An der New Yorker Wall Street tendierten die Kurse uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index verlor bis 17:45 Uhr MEZ 0,2 Prozent auf 13.975 Punkte. Dagegen legte der Nasdaq Composite 0,3 Prozent auf 3.172 Zähler zu. Händler verwiesen auf die Angst vor einem Reformstau in Italien als Folge des Wahlergebnisses.

Der Euro fiel bis zum Abend unter die Marke von 1,32 Dollar und kostete gegen 17:45 Uhr 1,3195 Dollar. Nach ersten Hoffnungen auf ein "marktfreundliches" Ergebnis war die Gemeinschaftswährung am frühen Nachmittag bis auf 1,3320 Dollar geklettert.

Im Dax führten die Papiere der Deutsche Börse die Gewinner an. Kreisen zufolge ist der Börsenbetreiber derzeit nicht an Fusionen interessiert, hat aber Gespräche über mögliche Fusionen geführt. Die Aktien stiegen daraufhin um 5,6 Prozent auf 49,30 Euro. BMW und K+S legten jeweils rund 2,5 Prozent auf 70,58 beziehungsweise 35,77 Euro zu. Mit Verlusten schlossen nur zwei Titel: Fresenius Medical Care büßten 1,5 Prozent auf 52,32 Euro ein, und Lufthansa gaben 0,8 Prozent auf 14,98 Euro nach.

Im MDax stiegen ProSiebenSat.1 um 3,6 Prozent auf 24,59 Euro. Auch Wacker Chemie legten mehr als drei Prozent zu. Schlusslicht bei den Mittelwerten waren Fuchs Petrolub, die 2,2 Prozent auf 59,06 Euro verloren.

Tagessieger im TecDax waren Wirecard mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 19,99 Euro. Dagegen verloren Euromicron 5,4 Prozent auf 18,19 Euro.

(dapd)


 


 

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