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Dax legt mit angezogener Handbremse weiter zu

Wer an der Börse momentan auf Kursverluste hofft, der wartet vergebens. So legte der Dax auch am Donnerstag weiter zu, wenn auch mit reduziertem Tempo. Derzeit sieht es danach aus, dass sich die Parteien in Athen darauf verständigen können, die Staatsschulden Griechenlands umzuschulden. Auch EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn rechnet mit einer Einigung bis Ende der Woche. Dann könnte die Party an der Börse noch anhalten.

Der Dax beendete den Handelstag so mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 6.656 Punkten, nachdem er im Verlauf bei 6.668 Punkten ein neues Jahreshoch markiert hatte. Auch die Nebenwerte gewannen. So verbesserte sich der MDax um 0,8 Prozent auf 10.212 Zähler, der TecDax legte 0,7 Prozent auf 761 Punkte zu.

Auch der Euro erholte sich im Tagesverlauf etwas. Hatten Devisenhändler am Morgen 1,3127 Dollar gezahlt, notierte die Gemeinschaftswährung gegen Handelsschluss bei 1,3158 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs im Tagesverlauf bei 1,3094 Dollar und damit 0,6 Prozent niedriger als am Vortag festgelegt.

An der New Yorker Wall Street gab es kaum Veränderungen. Der Dow-Jones zählte gegen 20:33 Uhr (MEZ) 12.708 Punkte, am Vortrag waren es noch .12716 Punkte gewesen Der Nasdaq-Composite zog um 0,33 Prozentpunkte an und stand um 20:33 Uhr bei 2.858 Zählern.

Mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht steht zum Wochenausklang Freitag noch das konjunkturelle Highlight an. Der im Börsen-Jargon "Payrolls" genannte Bericht zählt zu den wichtigsten Impulsgebern für die weltweiten Finanzmärkte. Nach einem überzeugenden ADP-Bericht wird dem Arbeitsmarktbericht von Volkswirten allerdings nur ein geringes Enttäuschungspotenzial zugetraut. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte vor allem der Ausbau der Beschäftigung in den USA die Börsen befeuert.

Den Gewinner des Tages stellte die Aktie der Deutschen Börse. Viele Investoren scheinen gerade auf das Scheitern der Fusion mit der New York Stock Exchange gewartet zu haben. Die Aktie schloss mit einem Plus von 4 Prozent bei 47,31 Euro.

Munich Re profitierten von guten Zahlen und schlossen zwei Prozent fester bei 103,60 Euro. Der Rückversicherer brachte eines der schwierigsten Jahre seiner Geschichte versöhnlich zu Ende. Trotz erneut hoher Schadenbelastungen durch Naturkatastrophen und weiterer Abschreibungen auf griechische Anleihen hat der Branchenprimus seinen Überschuss im vierten Quartal um ein Drittel auf rund 630 Millionen Euro gesteigert. "Ein Jahr wie 2011 haben wir noch nicht erlebt", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider mit Verweis auf extreme Belastungen durch Naturkatastrophen und die Finanzkrise.

Deutsche Bank litten zunächst unter einem überraschend hohen Verlust im vierten Quartal 2011. Das anhaltend schwierige Marktumfeld hatte zu einem Verlust im Investmentbanking geführt, während die drei anderen Sparten ihren Vorsteuergewinn verbessert hätten. Für die Analysten der DZ Bank bedeutet dies, dass die Bank mittlerweile so gut aufgestellt ist, dass das Geschäftsmodell in Zeiten normalisierter Märkte Milliardengewinne generieren könne. Nachdem der scheidende Chef Josef Ackermann am Nachmittag von einem guten Start der Bank in das neue Jahr berichtete, schmolzen die Verluste und die Bank schloss mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 33,89 Euro.

Ein klarer Kauf waren die Aktien von Sky Deutschland: Sie gewannen 19,3 Prozent auf 2,25 Euro. Dank der steigenden Kundenzahl ist der Umsatz des Bezahlsenders 2011 kräftig gewachsen. Die Zahl der Kunden überschritt die Marke von drei Millionen. Der Nettozuwachs von 359.000 Neukunden sei das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Quelle: Dow Jones Newswires

(dapd )


 


 

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