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Leer / Ostfriesland

Fortschritte bei Gesprächen über die Zukunft des Inselkrankenhauses Borkum

In einem mehrstündigen Gespräch über das Inselkrankenhaus Borkum konnten am Dienstag erste Fortschritte erzielt werden. Das sagte nach dem Gespräch Landrat Bernhard Bramlage (SPD). Er hatte zu dem Treffen eingeladen.

An dem Gespräch nahmen nach Angaben des Landkreises Leer der Krankenhausreferent des Niedersächsischen Sozialministeriums, Borkums Bürgermeisterin Kristin Mahlitz, eine Vertreterin der gesetzlichen Krankenkassen, der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung, die Geschäftsführer der Kliniken in Leer und Emden sowie zwei Borkumer Ärzte teil.

Krankenhausstandort wird nicht infrage gestellt

Bei allen Beteiligten, so Landrat Bramlage, sei nicht nur der Wille für eine gemeinsame dauerhafte und damit zukunftsfähige Lösung erkennbar gewesen, sondern auch die Bereitschaft, sich dabei einzubringen.

Nach dem Willen der Gesprächsteilnehmer soll das Borkumer Krankenhaus als typisches Belegkrankenhaus fortgeführt werden. Es wird alternativ aber auch eine anderweitige Ausrichtung, die sich mehr an den Bedürfnissen auf der Insel orientiert, erwogen. Personelle, räumliche und finanzielle Einzelheiten sind dabei jedoch noch völlig offen.

Als besonders erfreulich wertete Bramlage dabei einige Aussagen, die „entscheidende Eckpfeiler für eine zukunftsorientierte tragfähige Lösung und ihre Finanzierbarkeit“ seien. Dazu gehöre, dass es vom Niedersächsischen Sozialministerium keine Bestrebungen gebe, den Krankenhausstandort auf Borkum grundsätzlich in Frage zu stellen. Bei den weiteren Überlegungen könne deshalb von einem Krankenhausangebot in der bisherigen Größenordnung ausgegangen werden. 

Zukunft der Klinik teilweise geklärt

Auch einem Trägerwechsel stehe grundsätzlich nichts im Wege, so Bramlage weiter. Zu den entscheidenden Eckpunkten gehöre dabei auch, dass die Vertreterin der Krankenkassen in dem Gespräch die Bereitschaft zum Abschluss einer Budgetvereinbarung mit einem neuen Träger erklärt habe.

In den kommenden Wochen soll es nun darum gehen, eine Nachbesetzung für die Klinik zu finden, die derzeit noch von Arzt Abdulkader Ali betrieben wird. Er befindet sich nach Angaben aus seinem Umfeld derzeit in einer Reha-Maßnahme.  Mithilfe einer Vertretung stellt er noch bis Ende März 2010 die fachinternistische Versorgung des Borkumer Krankenhauses sicher. 

Herausforderung Kassenarzt-Lizenz

Als besonders problematisch wird im Leeraner Kreishaus insbesondere die Frage erachtet, ob nach Alis Ausscheiden aus dem Betrieb des Inselkrankenhauses auch dessen Kassenarzt-Lizenz übertragen oder veräußert wird. In interner Runde wird die Nachbesetzung für die Insel deshalb auch als Herausforderung gesehen. Bei der Stadt Borkum will man die weitere Entwicklung daher genau im Auge behalten.

Die Gespräche über die Zukunft des Krankenhauses sollen schon in der kommenden Woche fortgesetzt werden. 

(Redaktion)


 


 

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