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Meinungen zu den gefunden Bombenpäckchen im In- und Ausland

Der Fund von Bombenpaketen im In- und Ausland sorgte in den vergangenen Tagen für Unruhe und für rege Berichterstattung in den Medien. business-on.de hat vier Medienmeinungen für Sie zusammengestellt.

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Bombenpäckchen

Stuttgart. El Kaida schickt keine Päckchen, hier wollte jemand anderes Angst schüren Schwarzes Pulver aus Athen war es, das im Berliner Kanzleramt Alarm auslöste. Sollte nach ähnlichen Postsendungen in Amtssitzen und Botschaften von Sofia, Moskau, Bern und Paris nun auch Berlin als potenzielles Anschlagsziel markiert werden? Ob dieses Ansinnen einen Einzeltäter oder autonome Gruppierungen herausgefordert hat, werden die Sicherheitsbehörden aufklären können. Fest steht, dass hier jemand die zeitliche Nähe zu den Frachtpostbomben und Protesten in Griechenland und Frankreich ausnutzen und Angst schüren wollte.

Rheinische Post: Brisante Post aus Griechenland

Düsseldorf. Ein Päckchen mit explosivem Inhalt landet im Kanzleramt, verschickt vermutlich aus Griechenland. Passiert ist nichts, und doch hinterlässt der Vorfall ein mulmiges Gefühl. Über die Täter wird bisher nur gemutmaßt. Am dringendsten ist der Verdacht gegen die linksradikale Szene in Griechenland, die schon in der Vergangenheit mit dem Versand heimtückischer Sprengfallen auf sich aufmerksam gemacht hat. Dass die in den letzten Tagen vorwiegend an ausländische Botschaften in Athen adressierten Briefbomben offenbar nur eine geringe Sprengkraft hatten, macht die Sache nicht besser: Wer derartige Post verschickt, will terrorisieren. Und er spielt mit der Gesundheit und dem Leben von Menschen. Eine klare Strategie lässt sich hinter der Briefbomben-Welle nicht ausmachen. Möglicherweise geht es den Tätern darum, das von der Finanzkrise und ihren Folgen schwer gebeutelte Griechenland vor den nahen Regionalwahlen noch weiter zu verunsichern. Die Regierung, die einen harten Sparkurs durchzusetzen versucht, soll geschwächt werden. Dazu passt, dass die linke Szene besonders vehement Stimmung gegen die Sparauflagen macht, die sie als europäisches "Diktat" geißelt. Dass die Griechen die hinterhältigen Attacken gegen ausländische Einrichtungen und Politiker deswegen gutheißen, können allerdings nur kriminelle Wirrköpfe glauben.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: Explosive Post

Essen. (von Walter Bau) Ein Sprengsatz in der Post für Angela Merkels Kanzleramt; Paketbomben in mehreren Botschaften in Athen; ein Päckchen mit explosivem Inhalt, adressiert an Frankreichs Präsidenten. Noch ist nicht geklärt, wer hinter der Serie von versuchten Anschlägen steckt. Doch eines haben die Täter bereits erreicht: Das Thema Terrorgefahr steht wieder ganz oben auf der politischen Agenda. Erkenntnisse, wonach sich zumindest bei den Sprengsätzen in der griechischen Hauptstadt die Wucht der Explosionen in Grenzen hielt, können einen nur auf den ersten Blick beruhigen. Keiner kann derzeit nämlich ausschließen, ob in der brisanten Post nicht eine höchst beunruhigende Botschaft steckt, in der Art: Dies ist nur eine Warnung, beim nächsten Mal kann es schon anders aussehen. Die Terror-Meldungen häufen sich wieder. Zuerst die professionell zusammengebauten Paketbomben aus Jemen in US-Frachtflugzeugen, kurz danach nun die Sprengsätze von Berlin und Athen - Sicherheitsexperten glauben, jedenfalls nach ersten Erkenntnissen, nicht an einen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen. Und tatsächlich scheint wenig dafür zu sprechen. Doch sicher ist in diesen Tagen nichts. Fahnder und Geheimdienste sind nun gefordert, die Hintergründe aufzudecken. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

Neue Westfälische: Bombenalarm Falsche Gelassenheit

Bielefeld. (Von Bernhard Hänel) Bombenalarm im Kanzleramt, Bombenfunde in Athen, Dubai und London. Angesichts der Häufung bedrohlicher Ereignisse in den letzten Tagen fällt es schwer gelassen zu bleiben. Stehen wir vor einer neuen Welle der Bedrohung oder handelt es sich schlicht um ein zufälliges Zusammentreffen ähnlicher Ereignisse? Nichts genaues weiß man nicht. Das ist wenig beruhigend, denn es gilt kühlen Kopf zu bewahren statt in Alarmismus oder gar Panik zu verfallen. Gesichert scheint bislang nur eine Information: Das Päckchen an die Kanzlerin und die in Dubai sowie London sichergestellten Pakete wurden vom selben Frachtdienst befördert. Das kann Zufall sein oder böse Absicht von Trittbrettfahrern, die an der Bombenstimmung in Europa und den USA ihr Mütchen kühlen wollen. Nichts genaues weiß man nicht. Erste Anzeichen sprechen jedoch dafür, dass die Ereignisse sich ähneln, aber nicht viel miteinander zu tun haben. Denn in Athen gab es gestern eine ganze Serie von rechtzeitig entdeckten Paketbomben an verschiedenste Botschaften. Aus der Auswahl der adressierten Staaten fällt es schwer sich einen Reim zu machen. Nichts genaues weiß man eben noch nicht.

(ots/Redaktion)


 


 

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