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Niedersächsische Häfen

Erholung des Güterumschlags von Brake bis Papenburg - Rückgang in Wilhelmshaven

Die niedersächsischen Hafenstandorte konnten im ersten Halbjahr 2010 in der Mehrheit deutliche Zuwächse zum Vergleichzeitraum im Vorjahr verzeichnen. Damit zeichnet sich nach dem Krisenjahr 2009 eine Erholung im Güterumschlag ab.

Das positive Zwischenergebnis wird lediglich durch den Rückgang beim Umschlag von Roh- und Mineralöl eingetrübt, der nach Angaben der Gesellschaft Seaports of Niedersachsen insbesondere auf den derzeitigen Produktionsstopp bei der Raffinerie in Wilhelmshaven zurückzuführen ist. Mangels der dort sonst abgewickelten hohen Umschlagmengen liege das Umschlagsvolumen im Seeverkehr im 1. Halbjahr deshalb bei insgesamt 22,958 Millionen Tonnen und damit dennoch 15 % niedriger als im Vorjahreszeitraum, wo noch 26,945 Millionen Tonnen umgeschlagen worden sind.

Der Seehafen Brake kann beim Gesamtumschlagsergebnis im Seeverkehr des 1. Halbjahres auf ein Plus von 8 % verweisen. 2,301 Millionen Tonnen sind hier während der ersten sechs Monate umgeschlagen worden (2,135 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009). Besonders in den Kernsegmenten Eisen & Stahl sowie bei Forstprodukten, Futtermitteln und Speiseöl wurden Zuwächse verzeichnet.

In Cuxhaven ist das Umschlagsvolumen im 1. Halbjahr 2010 um 33 % auf 1,029 Millionen Tonnen gesteigert worden (776.164 Tonnen im 1. Halbjahr 2009). Insbesondere der Fahrzeugumschlag (+93 % von 65.536 Stück 1. Halbjahr 2009 auf 126.360 Stück im 1. Halbjahr 2010) zeigte sich als starker Treiber einer insgesamt guten Entwicklung in diesem Standort.

Ähnlich positiv sieht die Halbjahresbilanz im Seehafen Emden aus. Mit 2,131 Millionen Tonnen umgeschlagener Güter zwischen Januar und Juni 2010 konnte das Ergebnis aus dem Vorjahresvergleichszeitraum (1,633 Millionen Tonnen) um 30 % verbessert werden. Im Automobilbereich wurden zum Halbjahr 560.180 Fahrzeuge umgeschlagen, was einem Plus von 57 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (357.330 PKW). Für das Gesamtjahr 2010 geht man optimistisch davon aus, das Rekordergebnis von über 1 Million umgeschlagener Fahrzeuge wieder erreichen zu können. Auch im Forstproduktenbereich wurden erneut gute Ergebnisse verzeichnet. 333.544 Tonnen Zellstoff und andere Papierprodukte konnten im ersten Halbjahr 2010 umgeschlagen werden (+32 % / 252.446 Tonnen im 1. Halbjahr 2009). Der Umschlag von Flüssigkreide stieg von 310.930 Tonnen im 1. Halbjahr 2009 auf 428.165 Tonnen in 2010 an (+ 38 %).

Mit einem Plus von 15 % hat auch der Seehafen Nordenham ein hervorragendes Zwischenergebnis erreichen können. Der Umschlag von Steinkohle ist um 28 % von 914.772 Tonnen (1. Halbjahr 2009) auf 1,167 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2010 gesteigert worden. Ebenso hat das Umschlagvolumen bei den Erzen und Abbränden deutlich zugenommen, hier wurden mit 224.776 Tonnen von Januar bis Juni 2010 gegenüber 155.664 Tonnen im Vergleichszeitraum des Jahres 2009 gut 44 % mehr umgeschlagen.

Im Seehafen Stade hat man mit 2,644 Millionen Tonnen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 (2,469 Millionen Tonnen) ein um 7 % verbessertes Halbjahresergebnis erreichen können. Die Segmente Aluminiumoxyd und -hydroxyd mit einem Plus von 37 % (272.915 Tonnen im 1. Halbjahr 2010; 199.849 Tonnen im 1. Halbjahr 2009) und chemische Grundstoffe mit plus 17 % (1,323 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2010; 1,136 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009) zeigten dabei eine positive Entwicklung. Aufgrund der Baumaßnahmen in diesem Hafen nahm ebenfalls der Umschlag von Baustoffen um 44 % zu (102.464 Tonnen im 1. Halbjahr 2010, 70.921 Tonnen im 1. Halbjahr 2009).

Ein Umschlagsrückgang von 29 % musste in Wilhelmshaven verbucht werden (12,776 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2010; 18,066 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009). Der Einbruch der Umschlagszahlen ist auf den Produktionsstopp bei der Wilhelmshavener Raffinerie zurückzuführen. Der Steinkohleumschlag in Wilhelmshaven war mit 919.462 Tonnen in 2010 gegenüber 937.646 Tonnen im ersten Halbjahr 2009 nahezu stabil, kann aber die fehlenden Mengen beim flüssigen Massengut nicht kompensieren.

Im Hafen Oldenburg sind im 1. Halbjahr im Seeverkehr 58.802 Tonnen umgeschlagen worden (103.020 Tonnen im Vergleichszeitraum in 2009). Die Halbierung wird durch Seaports of Niedersachsen mit der Verlagerung von Futtermitteltransporten vom See- auf das Binnenschiff erklärt. Das Gesamtumschlagvolumen (See- und Binnenverkehr) in Oldenburg betrug demnach 493.225 Tonnen.

Der Seegüterumschlag im Hafen Leer (Ostfriesland) stieg von 29.840 Tonnen im 1. Halbjahr 2009 auf 49.376 Tonnen im 1. Halbjahr 2010. Der Binnengüterumschlag erfuhr mit 247.984 Tonnen ebenfalls einen Zuwachs (222.783 Tonnen im 1. Halbjahr 2009), insgesamt sind im Standort 297.360 Tonnen umgeschlagen worden.

Im Hafen Papenburg konnte im 1. Halbjahr 2010 mit 295.409 Tonnen ein Umschlagswachstum im Seeverkehr von 4 % erreicht werden (282.718 Tonnen im 1. Halbjahr 2009). Der Gesamtumschlag inklusive des Binnenverkehrs lag bei 464.185 Tonnen.

(Redaktion)


 


 

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