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Silvesternacht

Brand in Geeste: auch Frau erliegt ihren Verletzungen

Die bei einem Wohnhausbrand in der Nacht zu Neujahr in Geeste lebensgefährlich verletzte 49-jährige Frau erlag nach Polizeiangaben am Abend im Meppener Krankenhaus ihren Verletzungen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf drei an.

Wie bereits berichtet, brannte in der Nacht zu Neujahr ein Wohnhaus völlig aus. Neben der nun im Krankenhaus verstorbenen Mutter kamen die 17- und 21-jährigen Söhne bei dem Feuer ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt. Der Brand wurde der Rettungsleitstelle in Meppen gegen 4:10 Uhr gemeldet. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Wohnhaus bereits in Flammen.

Retter entdeckten leblose Körper bei den Löscharbeiten

Während der Löscharbeiten entdeckten die Retter in der Küche den leblosen Körper eines 17-jährigen und im Wohnzimmer die Leiche eines 21-jährigen. Dabei handelte es sich um die Söhne der fünfköpfigen Familie. Eine Tochter befand sich zum Brandzeitpunkt in Osnabrück . Die 49-jährige Mutter konnte mit lebensgefährlichen Verletzungen aus dem brennenden Haus geborgen werden und wurde mit einem Rettungswagen in das Meppener Krankenhaus gebracht. Dort verstarb sie am selben Abend gegen 19.00 Uhr. Der 50-jährige Ehemann zog sich bei dem Brand schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in das Klinikum Nordhorn verbracht. Zwei Nachbarn, eine 46-jährige Frau und ihr 49-jähriger Ehemann, wurden bei Hilfeleistungen ebenfalls verletzt. Der 49-jährige Nachbar kam mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Nordhorn. Der Zustand der beiden ist unverändert, aber nicht lebensbedrohlich.

Ehepaar wurde durch Brandgeruch geweckt

Nach den bisherigen Feststellungen und den Aussagen von Zeugen hatte das Ehepaar die Silvesternacht bei Nachbarn verbracht. Dort waren dann in den frühen Morgenstunden auch die beiden Söhne dazugekommen. Gegen 3:00 Uhr ging das Ehepaar nach Hause, kurz darauf folgten die beiden Söhne. Der 50-jährige Mann war gegen 4:00 Uhr durch Brandgeruch und das Bellen des Hundes wach geworden und weckte seine Frau. Der Mann rannte daraufhin nach draußen, um Hilfe zu holen und verständigte ein Nachbarehepaar, welches gegen 4:10 Uhr die Feuerwehr alarmierte.

Brandsachverständige finden keine Hinweise auf Brandstiftung

Die Polizei hat noch in der Nacht ihre Ermittlungen aufgenommen. Zur Ermittlung der genauen Brandursache wurde ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Nach den ersten Untersuchungen des Brandsachverständigen dürfte das Feuer in der Küche im Erdgeschoss ausgebrochen sein und hat sich dann bis in den Dachstuhl des Hauses ausgedehnt. Die Ermittler der Polizei und der Brandsachverständige vermuten eine technische Ursache in der Küche als Brandursache. Einen Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern schließen die Ermittler aus. Hinweise auf Brandstiftung haben sich nicht ergeben. Der entstandene Sachschaden wird auf über 200.000,- Euro geschätzt. Schwerer als der materielle Schaden, wiegt jedoch das Zuschadenkommen von Menschen. Zurück bleiben nach der Brandtragödie der 50-jährige Ehemann mit seiner Tochter.

Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften war vor Ort

Neben der Polizei waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Geeste, Osterbrock und Hesepe mit insgesamt etwa 100 Feuerwehrleuten sowie die Schnellen Eingreifgruppen (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes aus Twist und Haselünne, mehrere Notarztwagen und Rettungswagen, der leitende Notarzt und Kreisbrandmeister aus Meppen sowie zwei Notfallseelsorger an der Brandstelle eingesetzt.

(Redaktion)


 


 

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