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Bremen

Innenressort kassiert Waffen bei Rechtsextremisten ein

Mitarbeiter des Stadtamtes und der Polizei haben am Dienstag bei seMitgliedern rechtsextremistischer Organisationen in Bremen Waffenkontrollen durchgeführt. Dabei wurden nach Behördenangaben rund 20 Waffen und ein Schalldämpfer beschlagnahmt sowie Waffenscheine und Waffenbesitzkarten eingezogen.

Die Maßnahme war nach Senatsangaben vom Senator für Inneres und Sport der Freien Hansestadt Bremen, Ulrich Mäurer (SPD), initiiert worden. Sie ist Teil eines 7-Punkte-Plans, den der Senator zur Bekämpfung rechtsextremistischer Gewalt umsetzen will.

Nach dem Waffenrecht ist es möglich,  Waffen, Munition und waffenrechtliche Erlaubnisdokumente sicherzustellen, wenn deren Besitzer unzuverlässig seien. Im Bremer Inennressort zählt man auch Rechtsextremisten und deren verfassungsfeindliche Bestrebungen dazu. Vier der Betroffenen seien Mitglieder der NPD, zwei gehörten oder gehören der DVU an, heißt es weiter beim Bremer Innensenator.

Waffen gehörten nicht in die Hände von Rechtsextremisten, und die Anwendung des Waffengesetzes ermögliche es auch, dies zu verhindern, so Bremens Innensenator Ulrich Mäurer am Mittwoch. Rechtsextremistische Veranstaltungen und Konzerte, die Gewalt verherrlichten und Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus propagierten, würden in der Hansestadt nicht geduldet.

150 bekannte Rechtsextremisten in Bremen

Im Land Bremen soll es laut Verfassungsschutz ca. 150 Rechtsextremisten geben, von denen mehr als 30 Personen der gewaltbereiten Szene zugeordent werden.

Erst im Oktober 2011 sind Mitglieder der ehemaligen Gruppe „Sturm Wiking“, die auch an einem  Angriff auf das Lidice-Haus beteiligt waren, wegen versuchter Bildung einer kriminellen Vereinigung vom Landgericht Bremen verurteilt worden. Im Juni 2008 wurde die neonazistische Kameradschaft „Freie Nationalisten“ gegründet, die sich als revolutionäre Bewegung versteht.

Unter dem Namen „Combat 18“ versuchen nach Angaben des Bremer Innenressorts weitere Rechtsextremisten eine Bewegung ins Leben zu rufen, die sich nach englischem Vorbild als „Neonazi-Gruppierung mit kompromissloser militanter Ausrichtung“ versteht. Spätestens durch den Überfall auf die Werder-Fangruppe „Racaille Verte“ im Ostkurvensaal im Jahr 2007 ist die „Standarte Bremen“ bekannt und berüchtigt geworden, eine Gruppe die laut Innenressort aus der rechtsextremistisch beeinflussten Hooligan-Szene hervorgegangen ist, zu der auch „Nordsturm-Brema“ zählt. Beide ließen eine gewaltbereite rechtextremistische Ausrichtung erkennen.

Zur rechtsextremistisch beeinflussten Hooligan-Szene wird auch die Band Kategorie C – Hungrige Wölfe“ gezählt, deren Konzert in Bremen am 26. November 2011 verboten wurde. Die rechtsextremistische Musikszene in Bremen werde zudem geprägt durch die Bands „Strafmass“, Hetzjagd“, „Endstufe“ und „Endlöser“, heißt es weiter in einer Mitteilung des Senats. Deren Songs zeichneten sich durch gewaltverherrlichende, fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Texte aus. Mehrere CDs dieser Gruppen seien indiziert worden.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Elink
03.02.12 11:05 Uhr
??

Ich frage mich, was uns das dekorative Foto sagen soll. Es handelt sich um legale Waffen, die offiziell angemeldet waren.
Es wäre schön, wenn sich Senator Mäurer (SPD) auch mal um die illegalen Waffen der bremer Libanesen-Mafia kümmern würde.

 

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