Weitere Artikel
Bremen

BUND erhebt Klage gegen Offshore-Terminal Bremerhaven

Bereits am 30.12.2015 hat die vom BUND beauftragte Rechtsanwaltskanzlei beim Verwaltungsgericht Bremen Klage gegen den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) eingereicht

Die Klageerhebung erfolgt zunächst fristwahrend. Die ausführliche Begründung muss nun innerhalb der nächsten sechs Wochen nachgereicht werden. Der BUND erachtet den Bau des Offshore-Terminals zum ausschließlichen Umschlag von Offshore-Windkraftanlagen für nicht tragfähig begründet.

Da der Bau in einem europäischen Natura 2000-Schutzgebiet in Brackwasserwatt und Flachwasserzone der Wesermündung – zugleich Teil des größten bremischen Naturschutzgebiet Luneplate - erfolgen soll, kommt einer soliden Bedarfsbegründung und Alternativlosigkeit des Projektes grundlegende Bedeutung zu. Diese fehlt jedoch nach Auffassung des BUND.

Zudem sollen die Ausgleichsmaßnahmen an der Weser auf solchen Flächen durchgeführt werden, die bereits zuvor zur Kompensation anderer Eingriffe wie dem Bau des Containerterminals III in Bremerhaven oder der letzten Außenweservertiefung genutzt wurden. Der BUND hält es für nicht zulässig, dass für immer neue Eingriffe die Naturschutzmaßnahmen übereinander gestapelt werden. Diese und weitere Aspekte werden in die Klagebegründung des BUND einfließen. In den ersten Tagen des neuen Jahres wird der BUND mit der Vorhabenträgerin bremenports über die Verlängerung des freiwilligen Verzichts auf Baumaßnahmen, die in wertvolle Naturzonen eingreifen, sprechen.

Bis dato hat bremenports zugesichert, im NSG Luneplate bis zum 18.01.16 keine weiteren Baumaßnahmen für den OTB durchzuführen.

(Redaktion)


 


 

BUND
Baumaßnahmen
Bedarfsbegründung
Offshore-Terminal Bremerhaven
Eingriffe

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "BUND" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: