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Bremen

Bye, Bye Kelloggs

Eine starke Marke weniger in Bremen. Bereits im August 2014 stand fest, dass der Kellogg-Konzern die Bereiche Vertrieb und Marketing für die skandinavischen und deutschsprachigen Länder in Zukunft von Hamburg aus steuern wird. Nach damaligen Exklusivinformationen des WESER-KURIER war dieser Schritt Nötig geworden, weil der Cerealien- und Snack-Hersteller die Märkte "Nordics" und "Germanics" zusammenschließt.

Die bisherige Zentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz in Bremen wird demnach bereits Ende des Jahres geschlossen. In Bremen sind etwa 100 Mitarbeiter von den Umzugsplänen betroffen. Die Geschäftsführung der neuen Firma übernimmt der bisherige Kellogg-Deutschland-Chef Wolfgang König. Als Begründung für die Standortentscheidung nannte der Konzern die größere Nähe zu den skandinavischen Märkten. Das Bremer Kellogg-Werk ist von den Umstrukturierungen nicht betroffen.

Ende 2014 wurde es konkret. Der Immobilienmakler Engel & Völkers berichtet, dem weltgrößten Hersteller von Frühstücksflocken einen Mietvertrag über ca. 1.280 qm Bürofläche im "Sprinkenhof" in Hamburg vermittelt zu haben. Das neunstöckige Kontorhaus in der Burchardstraße 14 befindet sich in attraktiver Innenstadtlage im Hamburger Kontorhausviertel nahe der Mönckebergstraße.

Das Objekt wurde in den Jahren 1927 bis 1943 in drei Bauabschnitten errichtet. Der Sprinkenhof umschließt drei Innenhöfe und beeindruckt mit seiner rautenförmigen, mit Klinkermuster überzogenen Fassade. Von 1999 bis 2002 wurde das Gebäude einer umfassenden Sanierung unterzogen. Eigentümer und Vermieter ist die Allianz Real Estate Germany GmbH.

Engel & Völkers bestätigt: Der Kellogg-Konzern verlegt damit seine Zentrale für Nordeuropa von Bremen nach Hamburg. Die Produktion bleibt in Bremen. Der Umzug steht im Zusammenhang mit der Verschmelzung der beiden Kellogg-Vertriebsregionen Germanics (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Nordics (Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark) zu der neuen Region Nordeuropa. Natürlich hat auch dieser Abgang aus Bremen - wie auch viele andere - negative Auswirkungen auf die Stadt (z.B. Arbeitsplätze, Steuereinnahmen).

Schon im August berichtet Radio Bremen über "Die bröckelnde Fassade der Markenhauptstadt (Bremen!)". Dort heißt es zur Abwanderung großer Unternehmen zum Beispiel: "Auch der Kaffeeröster Jacobs ist nur ein Mosaiksteinchen im Produktportfolio eines Weltkonzerns. Vor fast 25 Jahren wurde das Unternehmen an den US-Konzern Kraft Foods verkauft, der sich inzwischen den Fantasienamen "Mondelez" gegeben hat. Zwar werden die Deutschland-Geschäfte des Konzerns noch immer am Hauptsitz an der Langemarkstraße in Bremen geregelt, die übergeordnete Kontrolle geht aber von der Konzernzentrale in Deerfield in den USA aus." Zum ganzen lesenswerten Artikel gelangen Sie hier.

(Redaktion)


 


 

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