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„CCC reloaded: CREALAB“ - Bremer Projekt hat sich international positioniert

Fliegende Autos, holografische Büros – oder 24-Stunden-Verfügbarkeit und Big Brother is watching you? Technische Neuentwicklungen haben in den vergangenen Jahren vieles verändert, nicht zuletzt Abläufe und Strukturen in Unternehmen. Und dieser Wandel ist längst nicht beendet. Doch wie arbeiten wir in fünf, in zehn oder in 30 Jahren? Expertinnen und Experten aus der Kreativwirtschaft trafen sich am Donnerstag, 12. März 2015, zur Abschlusskonferenz des länderübergreifenden EU-Projekts „CCC reloaded: CREALAB“ in der Alten Schnapsfabrik in Bremen. Sie stellten Ansätze und Ideen vor, mit denen Unternehmen und Institutionen sich den schnell wechselnden Herausforderungen der Zukunft stellen können. Das Motto der Veranstaltung: „The Ending is only the Beginning. So: What’s next?”.

„Im Jahr 2009 übernahm Bremen die führende Rolle im EU-Projekt „Creative City Challenge“ und förderte mit einem Budget von rund 424.000 Euro über drei Jahre gemeinsam mit europäischen Partnern Vorhaben aus der Kreativwirtschaft. Anfang 2013 bewarb sich die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit sechs Partnern um die Verlängerung und erhielt den Zuschlag. 184.500 Euro standen für das Bremer Arbeitspaket zur Verfügung und wir wurden zum Lead Partner ernannt – nach 18 Monaten ist diese Konferenz nun ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, der zeigt, wie erfolgreich sich Bremen im Bereich Kreativwirtschaft auch international positioniert hat“, erklärte Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, bei der Begrüßung der Teilnehmenden. Zur Veranstaltung kamen Teilnehmende aus den Niederlanden, Belgien, England, Dänemark und Schweden, außerdem Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung.

„Sich damit zu befassen, wie die Arbeitswelt in 30 Jahren organisiert sein könnte, war ein spannender Ansatz“, so Thomas Le Blanc, Zukunftsforscher der etwas anderen Art und Leiter der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar, der weltweit größten Sammlung fantastischer Literatur. Als angesehener Experte für Zukunftsfragen hat er unter anderem Studien für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das hessische Wirtschaftsministerium erstellt und berät Unternehmen aus der Automobil-, Chemie und Medizintechnikbranche. Exklusiv für die Abschlusskonferenz hat er gemeinsam mit Klaudia Seidel in seinem umfangreichen Bestand zum Thema „Arbeiten in der Zukunft“ recherchiert. In ihrem Vortrag präsentierten sie verschiedenen Zukunftsszenarien dazu, wie die Welt der Arbeit, verändert durch technische Innovationen und gewandelte sozialen Strukturen, in 30 Jahren organisiert sein könnte. Über das realistisch Prognostizierte hinausgehend und alle möglichen Zukunftsvisionen miteinbeziehend, zeigte der Ausblick ein breites Spektrum möglicher Zukünfte von der utopischen Vision einer Welt, in der Menschen nicht mehr arbeiten müssen, über an ihre Arbeitsplätze angepasste Cyborgs bis hin zur Dystopie einer völligen Verschmelzung von Mensch und Maschine in einer virtuellen Welt.
Neben Thomas Le Blanc hielt der Designer und Hochschulprofessor Florian Pfeffer von one/one Studios Amsterdam einen Vortrag. Sein Thema: „To Do – Challenging Design in a changing world“. Sein Schwerpunkt war die veränderte Arbeitswelt der Kreativwirtschaft, besonders der Gestaltungsbranche. Wie kaum eine andere Profession durchlebt diese Strukturveränderungen im Zuge der Digitalisierung. Aufgaben werden immer komplexer und erfordern zugleich immer mehr Spezialisierung. Neue Strategien und Geschäftsmodelle entstehen, die als Modell für die gesamte Wirtschaft gelten.
„Ziel des Projekts CREALAB war die Unterstützung bei der Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleitungen durch neue Denkanstöße im transnationalen Austausch. In den vergangenen anderthalb Jahren entwickelten die acht Projektpartner aus den sechs Partnerländern multidisziplinäre Methoden, um Innovationen anzutreiben und die Kooperation sowie den Wissensaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu verbessern“, erläuterte Hans-Georg Tschupke, Abteilungsleiter Innovation bei der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Die WFB ist mit der BRENNEREI next generation lab als Lead Partner federführend an dem Projekt beteiligt, die Profilschärfung und Förderung der Kreativwirtschaft gehört zu den zentralen Themenfeldern der bremischen Wirtschaftsförderung. In Workshops, den so genannten CREALABS, wurden diese Methoden entwickelt und erprobt. Ein Beispiel: Die INNOWIZ-Methode zum Trainieren und Erhöhen der eigenen Kreativität des belgischen Design-Centers HOWEST, die auch live auf der Konferenz gezeigt wird. 
Weitere Informationen zum CREALAB gibt es unter www.creative-city-challenge.net, Informationen zur BRENNEREI next generation lab unter www.brennerei-lab.de.

(Redaktion)


 


 

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