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Bremen

Die Sparkasse Bremen 2015

Trotz Zinstief und Regulierungsdruck ein gutes Geschäftsjahr / rund 26 Millionen Euro Jahresergebnis / Hohe Marktanteile bei Privat- und Firmenkunden

Die Sparkasse Bremen blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. In einem von Herausforderungen geprägten wirtschaftlichen Umfeld konnte sie ihr operatives Geschäft erneut deutlich verbessern. So erzielte die Sparkasse Bremen trotz hoher Einmalbelastungen ein Jahresergebnis von knapp 26 Millionen Euro. "Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden", so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bremen, Dr. Tim Nesemann. Es habe sich die konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse bezahlt gemacht. Das Jahr 2015 stand ganz im Zeichen der digitalen Finanzprodukte und -dienstleistungen.

Durch den systematischen Ausbau des digitalen Angebotes zählt das Unternehmen bereits über 100.000 Onlinekunden. Unverändert stark präsentierte sich die Sparkasse Bremen bei der Marktstellung sowohl im Privat- als auch im Firmenkundenbereich.

Geschäftsjahr 2015 (vorläufige Zahlen vorbehaltlich der Gremienzustimmung)

Zum 31. Dezember 2015 hat die Sparkasse Bremen ein Ergebnis nach Steuern von 25,9 Millionen Euro erwirtschaftet und damit die Planungen - trotz einmaliger Belastungen durch die Umsetzung eines Vorruhestandsprogramms - deutlich übertroffen. Im Vorjahr lag der Gewinn noch bei 34,8 Millionen Euro.

 Steigerung im Kredit- und Einlagenvolumen

Das Kundenkreditgeschäft konnte die Sparkasse Bremen auch im Geschäftsjahr 2015 erneut um nunmehr 6,85 Prozent auf 8.763 Millionen Euro steigern (Vorjahr rund 8.201 Millionen Euro) und damit ihre Position als wichtigster Mittelstandsfinanzierer in Bremen weiter ausbauen.

Auch im Privatkundengeschäft erzielte die Sparkasse Bremen durch die kontinuierlich hohe Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen weitere Zuwächse. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds, das geprägt ist durch den hohen Wettbewerbsdruck und die anhaltende Niedrigzinsphase stiegen die Kundeneinlagen auf 7.459 Millionen Euro (Vorjahr: 7.235 Millionen Euro) weiter an. Dies ist ein Beweis für das hohe Vertrauen, das die Kunden in die Sparkasse Bremen haben.

Gute Marktstellung für eine erfolgreiche Zukunft

Die Sparkasse Bremen verfügt über eine unverändert starke Marktstellung. Das zeigen die anhaltend sehr hohen Marktanteile von rund 43 Prozent bei den Privatkunden und 45 Prozent bei den Firmenkunden. Das umfangreiche Online-/Mobile-Banking-Angebot, die erstklassige Beratungskompetenz der Mitarbeiter und die große Zuverlässigkeit bei Finanzdienstleistungen kommen bei den Menschen in der Hansestadt gut an.

Dabei bestimmt die konsequente Ausrichtung auf den Kundennutzen das Angebot. Die Sparkasse Bremen setzt somit auch in Zukunft auf ihre gute Erreichbarkeit vor Ort und die anerkannt hohe Beratungskompetenz in den Filialen. Dies zeigt sich seit mehreren Jahren in den regelmäßigen Auszeichnungen wie FOCUS MONEY "City Contest" oder das Zertifikat des TÜV Rheinland. Von FOCUS MONEY hat die Sparkasse Bremen 2015 - neben der seit Jahren prämierten "Besten Privatkundenberatung" - nun auch Auszeichnungen für die "Beste Firmenkundenberatung", "Beste Baufinanzierungsberatung" und das "Beste Private Banking" erhalten. Ein Schwerpunkt des Geschäftsjahres 2015 war der systematische Ausbau der digitalen Finanzprodukte und -dienstleistungen. Vor dem Hintergrund des veränderten Nutzungsverhaltens von immer mehr Privat- und Firmenkunden hat die Sparkasse Bremen ihr Angebotsspektrum im Online- und Mobile Banking weiter ausgebaut. Mittlerweile nutzen über 100.000 Onlinekunden diese Angebote - Tendenz weiter steigend. Somit positioniert sich die Sparkasse Bremen als Multikanalbank - vor Ort, persönlich und digital. "Unser Ziel ist, erstklassige Online-Banking-Angebote mit den persönlichen Beratern vor Ort kundenorientiert zu verknüpfen", so Nesemann zur Strategie der Sparkasse Bremen.

Positive Ertragsentwicklung

 Die Summe der Erträge konnte die Sparkasse Bremen im Geschäftsjahr 2015 um fast 20 Mio. Euro auf 313,8 Mio. Euro steigern. Der Zinsüberschuss als eine wesentliche Ertragssäule erhöhte sich trotz der anhaltenden Niedrig-zinsphase gegenüber dem Vorjahr um rund 7 Prozent auf 236,8 Millionen Euro (Vorjahr: 221,8 Mio. Euro). Auch im Provisionsgeschäft konnten weitere Zuwächse erzielt werden. Allerdings wurde das Ergebnis hier durch einmalige Aufwendungen aus der Neuausrichtung des Bauspargeschäftes belastet und lag mit 57,5 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr.

Die Kosten im Visier

Zur Verbesserung von Kundenfreundlichkeit und Produktivität hat die Sparkasse Bremen weitere Maßnahmen zur Vereinfachung der Prozesse implementiert. Hierdurch können zum einen die Finanzdienstleistungen für die Kunden einfacher, schneller und zuverlässiger gestaltet werden. Zum anderen werden hierdurch notwendige Kosteneinsparungen realisiert. In diesem Zusammenhang hat die Sparkasse Bremen ein Vorruhestandspaket für rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschnürt, um die altersbedingte Fluktuation vorzeitig nutzen zu können. Bedingt durch den hieraus entstandenen einmaligen Sondereffekt für die Rückstellung künftiger Vorruhestandsbezüge, erhöhte sich der Verwaltungsaufwand im Jahr 2015 auf 216,1 Millionen Euro (Vorjahr: 185,3 Millionen Euro). Bereinigt um diesen Sondereffekt hätte sich der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr trotz weiterer zusätzlicher Belastungen aus der EU- Einlagensicherung und dem Beitrag zum EU-weiten Restrukturierungsfonds reduziert.

Verbesserte Risikolage im Kreditgeschäft

Die unterjährig stabile konjunkturelle Entwicklung, einhergehend mit wenigen Kreditausfällen, führten zur einer weiter verbesserten Risikolage im Kreditgeschäft. Hierdurch konnte die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 18,4 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro deutlich reduziert werden.

Stabiles Fundament für eine gute Geschäftsentwicklung

Die Bilanzsumme der Sparkasse Bremen stieg auf 11.069 Millionen Euro (Vorjahr: 10.952 Millionen Euro). Zum Bilanzstichtag betrug das Kernkapital 661,7 Millionen Euro. Dies entspricht einer Kernkapitalquote von 8,4 Prozent (Vorjahr: 8,0 Prozent). Die Eigenmittel beliefen sich auf 885,1 Millionen Euro. Das daraus abgeleitete Verhältnis der Eigenmittel zu den gewichteten Risikoaktiva betrug 10,9 Prozent und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden.

Ein wichtiger Teil des Fundamentes für eine gute Geschäftsentwicklung ist die Attraktivität der Sparkasse Bremen als Arbeitgeber. Demografischer Wandel und der zunehmende Kampf um die besten Talente seien für regionale Unternehmen schon jetzt spürbar. "Wir müssen als Arbeitgeber auch bei den weichen Faktoren restlos überzeugen", erläutert Nesemann seine Personalstrategie für die kommenden Jahre.

 Obwohl das Geschäftsjahr 2015 durch viele strukturelle Veränderungen in den Arbeitsabläufen geprägt war, haben 86 Prozent der Mitarbeiter an der Mitarbeiterbefragung teilgenommen, die die Sparkasse Bremen jährlich vom Institut "Great Place to Work" durchführen lässt. Neun von zehn Mitarbeitern bezeichnen die Sparkasse Bremen als einen alles in allem sehr guten Arbeitgeber. Die hohe Arbeitgeberattraktivität beweisen auch die großen Bewerberzahlen. In den nächsten Tagen entscheidet sich wieder welche Auszeichnung die Sparkasse Bremen vom Institut "Great Place to Work" verliehen bekommt. Im letzten Jahr erlangte die Sparkasse Bremen im Land Niedersachsen/ Bremen den 1. Platz, national den 20. Platz - in der Kategorie nationale Unternehmen mit 501 bis 2000 Mitarbeitern.

Zum Jahresende beschäftige die Sparkasse Bremen 1.447 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.488 Mitarbeiter). Davon sind rund 100 Auszubildende.

 Ausblick

 Die Sparkasse Bremen sieht sich in den nächsten Jahren weiterhin in einem Niedrigzinsumfeld bei einem moderaten Wirtschaftswachstum. Die steigenden Anforderungen aus der Regulierung erfordern eine strengere Bewirtschaftung des Eigenkapitals und erhöhen deshalb die Renditeanforderungen an kapitalintensive Geschäfte. Wachstumspotenzial sieht die Sparkasse Bremen insbesondere im Kreditgeschäft. Die Schwerpunkte liegen dabei in der privaten und gewerblichen Wohnungsbaufinanzierung sowie im Firmenkundengeschäft, wo die Sparkasse Bremen ihren Wettbewerbsvorteil aufgrund der regionalen Nähe und der hohen Branchenexpertise nutzen kann. Auf Basis der erneut attestierten und TÜV-geprüften Beratungskompetenz sowie hoher Investitionen in den Kundennutzen über die letzten Jahre erwartet der Vorstandsvorsitzende im laufenden Jahr einen spürbaren Ausbau des Privat- und Firmenkundengeschäftes. "Wir sind zuversichtlich, dass die geplanten Maßnahmen über die Jahre greifen werden. Die Sparkasse Bremen ist somit für die Zukunft gut aufgestellt", ist sich Dr. Tim Nesemann sicher.

 Mehr als 190 Jahre Engagement für Bremen

 Über Generationen hinweg ist die Sparkasse Bremen mit ihren Kunden verbunden und verzichtet dabei auf Gewinnmaximierung. Vielmehr investiert sie einen erheblichen Teil ihrer Erträge in die Lebensqualität der Bremerinnen und Bremer - jährlich rund vier Millionen Euro für Förderzwecke, vom Kindergarten über den Sportverein bis hin zu den großen kulturellen Highlights der Stadt. Jeder Kunde der Sparkasse Bremen verbessert so gleichzeitig die Lebensqualität in seinem Stadtteil und in ganz Bremen. Eine Vielzahl von Projekten und Einrichtungen in Bremen werden darüber hinaus von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse Bremen im Rahmen des Corporate-Volunteering-Programms "Wir für Bremen" unterstützt. Stark. Fair. Hanseatisch.

(Redaktion)


 


 

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