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Bremen

„Fahrverbote vernichten Investitionen“

Mit diesen warnenden Worten appelliert Detlef Blome, Leiter des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) der Wirtschaftsregion Bremen-Oldenburg/Nordwest, an Bremens Regierung anlässlich der Diskussionen um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in der Hansestadt

„Wenn Autos mit Dieselmotoren, die bei zahlreichen mittelständischen Betrieben täglich im Einsatz sind, nicht mehr überall fahren dürfen, käme dies einer Enteignung gleich. In vielen Fällen wäre diese Zerstörung betrieblicher Investitionen sogar existenzbedrohend.

Statt in operativer Hektik pauschale Verbote auszusprechen, sind vielmehr langfristige, intelligente Lösungen für den Erhalt der Mobilität in Bremen gefragt. Auf die Etablierung von Elektrofahrzeugen kann dabei allerdings wohl besten Falls langfristig gesetzt werden. Denn die dahingehenden Bemühungen der Bundesregierung können wohl nur als gescheitert bezeichnet werden. Im vergangenen Jahr wurden in Bremen gerademal 51 E-Autos neu zugelassen. Laut Kraftfahrtbundesamt sind derzeit aber in der Hansestadt 284.484 Pkw mit Verbrennungsmotor zugelassen. 87.300 davon fahren mit Diesel. Hinzu kommen die Fahrzeuge der Pendler, die täglich in die Stadt zur Arbeit fahren.

Eine Verringerung der verkehrsbedingten Luftbelastung ist natürlich erstrebenswert. Schnöde Verbote können unter den gegebenen Umständen aber nur kurzfristig die Symptome lindern. Als Stimme des Mittelstands fordern wir deshalb den Bremer Senat auf, endlich intelligente Verkehrsleitsysteme zu installieren. Sie sollten beispielsweise bei einem hohen Verkehrsaufkommen nicht nur die Ampelphase anpassen, sondern den Verkehrsstrom auch über alternative Strecken führen.


Zudem sollte die Attraktivität des ÖPNV für Pendler in Kooperation mit dem Bremer Umland verbessert werden. Nicht zuletzt sind sicher auch Anreize für den Umstieg auf E-Fahrzeuge wünschenswert. Doch so lange die Reichweite und die Preise der E-Mobile eine wirtschaftliche Nutzung nicht zulassen, sind die politischer Verantwortlichen gefordert Lösungen zu finden, die realisierbar sind und nicht auf Kosten des Mittelstands gehen.“

(Redaktion)


 


 

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