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Bremen

Handelskammer zum Prognos Zukunftsatlas 2016

Die Innovationsfähigkeit des Landes Bremen weiter stärken


Die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven sieht es grundsätzlich positiv, dass sich die Stadt Bremen in dem heute veröffentlichten Prognos Zukunftsatlas 2016 um 21 Plätze auf Rang 282 unter insgesamt 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten verbessert hat. Wichtig ist auch, dass sich Bremen in der Frage der Entwicklungsdynamik immerhin auf Platz 111 befindet. Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger betonte aber: "Selbstverständlich kann es uns nicht zufriedenstellen, dass sich Bremen im Ranking der Zukunftsfähigkeit der Regionen lediglich im Mittelfeld positioniert. Die Stadt muss alles dafür tun, um ihre Zukunftsfähigkeit konsequent zu stärken." Ziel müsse sein, Bremen in künftigen Rankings in den oberen Bereich zu bringen, sagte der Hauptgeschäftsführer: "Bremen kann mehr und muss entschlossen als wachsende Stadt entwickelt werden."

Die Stadt Bremerhaven liegt im aktuellen Prognos-Ranking nur auf Platz 387. Aus Sicht der Handelskammer muss dies bedeuten, dass mit zusätzlicher Kraft der eingeleitete Weg fortgeführt werden muss, die Seestadt als starkes Oberzentrum zu positionieren. Dr. Matthias Fonger: "Investitionen in Innovation, Wissenschaft und Wirtschaftsstruktur müssen in Bremerhaven gestärkt werden."

Im 2016 neu hinzugekommenen Digitalisierungskompass dieses Rankings werden der Stadt Bremen "sehr gute Chancen" attestiert – ein Alleinstellungsmerkmal in der Nordwestregion. Dr. Matthias Fonger: "Dass Bremen in diesem wichtigen Zukunftsthema so gut abschneidet, ist sehr positiv zu bewerten. Die Handelskammer wie auch die deutsche Kammerorganisation engagieren sich erheblich für eine Stärkung der Digitalisierung in den Unternehmen." Das Land Bremen müsse noch mehr für seine Innovationsfähigkeit tun: "Innovative Technologien und Dienstleistungen", so Dr. Fonger, "lösen hochdynamische Veränderungen in allen Geschäfts- und Arbeitsprozessen aus. Für die Wirtschaft in unserem Land bietet das viele Chancen, wenn die richtigen Rahmenbedingungen für Innovation geschaffen werden." Dies sei auch ein guter Weg, um den demografischen Wandel konstruktiv anzugehen, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und den Arbeitsmarkt im Land Bremen weiter voranzubringen. "Innovationen", sagte der Hauptgeschäftsführer, "sorgen für mehr Unternehmensgründungen und Arbeitsplätze. Sie schaffen Zugang zu neuen Märkten. Die Förderung von Innovation kann ein Instrument sein, um im Land Bremen mehr Wirtschaftskraft zu erzeugen." Wichtig sei, dass Bremen ein positives Innovationsklima schaffe. Die bremische Politik habe in den zurückliegenden Jahren einen erfolgreichen Wandel im Hochschulsystem eingeleitet: "Als Hemmnisse für die Innovationsdynamik wirken die mangelnde Qualität schulischer Bildung, die immer noch zu geringen Kooperationsaktivitäten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und die daher zu niedrigen Arbeitsplatzeffekte im Technologiebereich," sagte Dr. Fonger

Gemeinsam mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat die Handelskammer vor wenigen Monaten eine Studie zum bremischen Innovationsgeschehen vorgelegt. Im Maßnahmenplan dieser Studie fordert sie unter anderem eine Neustrukturierung der bremischen Innovationspolitik beispielsweise durch die Bündelung der Wirtschafts-, Innovations- und Infrastrukturpolitik, eine strategische Weiterentwicklung der Innovationsförderung, eine Institutionalisierung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine wissensbasierte Standortentwicklung. Dr. Matthias Fonger: "Das Land Bremen muss mit seiner Gewerbeflächenpolitik und der Stadtplanung dafür sorgen, dass in der Nachbarschaft zu Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Raum für wissensbasierte Unternehmen entsteht."

(Redaktion)


 


 

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