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Bremen

Handelskammer zur IW-Studie: Bremen muss nicht weniger, sondern mehr bauen

Die gesamtdeutsche Wohnbedarfsstudie des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) beurteilt die aktuelle Wohnungsmarktsituation in Bremen aus Sicht der Handelskammer grundfalsch

Auch berücksichtigt sie nur ungenügend den aktuellen Zuwanderungsstrom nach Bremen. Anders als vom IW beurteilt, so die Handelskammer, werden in Bremen seit Jahren deutlich zu wenig neue Wohnungen fertiggestellt. Dies hat zu einem spürbaren Anstieg der Mieten und der Grunderwerbskosten geführt.

Wohnraum ist in Bremen knapp. Dies gilt für sämtliche Wohnformen und Nachfragesegmente. Noch immer wandern jährlich mehr als 1.000 Bremer und Bremerinnen ins niedersächsische Umland ab, da in Bremen keine ausreichenden Wohn- bzw. Neubauflächenangebote – insbesondere im Eigenheimsegment – vorhanden sind. Gleichzeitig konkurrieren junge Menschen und Studierende zunehmend mit Flüchtlingen um preiswerte kleinere Mietwohnungen.

Auch mit Blick auf die hohen Flüchtlingszahlen hat die Wohnungsbaupolitik für Bremen zusätzliche Bedeutung und Dringlichkeit bekommen. Zwar ist die Zahl der Baugenehmigungen und auch der Fertigstellungen – wie im Bündnis für Wohnen besprochen – in den zurückliegenden drei Jahren kontinuierlich gestiegen, sodass die in der GEWOS-Studie von 2014 noch als notwendig erachteten Wohnbauzahlen erreicht werden. Da diese Studie jedoch die aktuelle Flüchtlingssituation noch nicht berücksichtigen konnte, sind weitere baupolitische und bauleitplanerische Anstrengungen erforderlich, um zusätzlichen Wohnraum und zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Hierzu müssen alle zur Verfügung stehenden Instrumente wie die 40+-Liste, dichteres Bauen, die Umwandlung von Büroimmobilen sowie die Aktivierung von Flächen, für die schon Baurecht besteht, genutzt werden. Zudem müssen weitere Potenzialflächen als mögliche Wohnbauflächen aktiviert werden, beispielsweise die Osterholzer Feldmark, Brokhuchting oder Teilflächen des westlichen Hollerlandes, die über eine gute stadträumliche Erschließung verfügen.

Der Handlungsbedarf ist offensichtlich und sollte dringend in eine neue und ambitioniertere Stadtentwicklungsstrategie umgesetzt werden. Diese muss die Konzeption neuer Wohnquartiere und ein insbesondere quantitativ ausgeweitetes Wohnbauflächenangebot beinhalten.

(Redaktion)


 


 

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