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Bremen Hbf.

Bergung von entgleisten Güterwagen abgeschlossen

Nachdem am Donnerstagmittag der Güterzug einer Privabahn im Bereich des Bremer Hauptbahnhofs entgleist ist, konnen die Bergungsarbeiten am Freitag weitestgehend abgeschlossen werden. Gestört blieb durch die Bergungsarbeiten die Strecke zwischen Bremen und Hannover, auf allen anderen Verbindungen verkehren seit Donnerstagabend wieder Züge. Reisende mussten sich auf Verspätungen bis zu einer Stunde einstellen.

Von Onur Yamac

Kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhofs war im Bereich des Bremer Rembertitunnels bei einem unbeladenen offenen Wagen für den Transport für Fahrzeugen mehrere hundert Meter vor dem Bahnhofeine Fahrgestell-Achse aus der Spur gesprungen. In der Folge hatten sich der Güterzug zusammengeschoben und mehrere Obeleitungsmasten beschädigt.

Ein Oberleitungsmast wickelte sich dabei um einen geschlossenen Wagen, der ebenfalls für den Fahrzeugtransporte ausgelegt ist, und drückte dessen Metalldach ein. Hierbei wurde auch dessen Drehgestell beschädigt.

Dadurch, dass drei Oberleiungsmasten getroffen wurden, wurde die  Oberleitung im Bereich des Bremer Hbf. nach DB-Angaben auf rund 200 Metern beschädigt.

Nachdem am Donnerstagmittag aus Sicherheitsgründen zunächst der Strom in allen Oberleitungen abgeschaltet worden war, war der Bahnverkehr durch den Hauptbahnhof Bremen komplett zum Erliegen gekommen. Die Deutsche Bahn, der der Unfallzug allerdings nicht gehörte, richtete daraufhin kurzfristig Pendelverkehre mit Bussen von den nächstmöglichen Umlandbahnhöfen zum Hauptbahnhof der Hansestadt und umgekehrt ein. Fernzüge umfuhren den Bremer Hauptbahnhof. Gestört war zudem die IC- und ICE-Verbindungen nach nach Oldenburg,  Emden und Norddeich.

Rettungszug und Bergungskrane eingetroffen

Nach dem Bahn-Unfall rückten ein DB-Rettungszug mit Notfalltechnik aus Stuttgart (Baden-Württemberg) sowie die beiden Schienenbergungskrane "Dicky" und "Bullus III" aus Fulda nach Bremen aus.

Nachdem die Oberleitungsmasten aus dem Gleisbett geschafft worden waren, begann man am Freitag vor Ort mit den Bergungsarbeiten. Die Bergungskrane der DB Netz hoben dabei den von einem Oberleitungsmast beschädigen geschlossenen Wagen wieder auf die Gleise und setzten eine Behelfs-Fahrvorrichtung unter das beschädigte Drehgestell. Der beschädigte Wagen wurde in der Folge mitsamt der übrigen Wagen des Güterzugs auf einem Abstellgleis im Bereich des Bremer Hauptbahnhofs wieder zu einem Zuggespann zusammengekoppelt.

Zugverkehr soll sich am Samstag wieder normalisieren

Aktuell sind noch die RE-Verbindungen Hannover-Bremen-Norddeich zwischen Bremen Hbf. und Bremen-Sebaldsbrück unterbrochen. Die Fernzüge der ICE-Verbindung Bremen - Hannover - Würzburg - München beginnen und enden zudem am späten Freitagabend noch in Hannover Hbf. Die ICE Verbindung Oldenburg - Hannover - Leipzig - Dresden verkehrt hingegen planmäßig, muss allerdings über Rotenburg/Wümme umgeleitet werden, weil das wegen der Bergungsarbeiten gesperrte Gleis im Bereich Bremen Hbf. nicht genutzt werden kann. Der Zug muss daher auf ein Alternativgleis ausweichen. Die Deutsche Bahn meldet auf den gestörten Verbindungen Verzögerungen von bis zu einer Stunde. Der übrige Bahnverkehr verlief am Freitagnachmittag im Bremer Hbf. wieder nach Fahrplan.

Die Arbeiten an den beschädigten Oberleitungen dauern nach Bahn-Angaben noch bis Betriebsschluss am Freitag an. Ab Samstagfrüh soll sich der Bahnverkehr demnach wieder normalisieren.

(Red. / oy)


 


 

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