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Bremen

„Mehr Mittelstandsförderung für erfolgreiche Zukunft“

Zu dieser Überzeugung kommt Detlef Blome, Leiter des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Metropolregion Bremen-Oldenburg/Wirtschaftsregion Nordwest, trotz der äußerst positiven Konjunkturentwicklung der Hansestadt. „Auch wenn Bremens Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2016 über dem Bundesdurchschnitt angestiegen ist, können diese positiven Zahlen nicht über die Hemmnisse für zukünftige Wirtschaftserfolge hinwegtäuschen“, erläutert Blome seine Feststellung

„Nimmt man die Zahlen des Statistischen Landesamtes zum Wirtschaftswachstum genauer unter die Lupe, so stellt sich schnell heraus, dass die guten Ergebnisse vor allem einem Boom in der Autoindustrie zu verdanken sind. Von einem allgemeinen Aufschwung kann in Bremens Wirtschaft also keine Rede sein. Wie sehr Bremen im Vergleich mit anderen Städten hinterherhinkt, zeigt das jüngst in der Wirtschaftswoche veröffentlichte Städte-Ranking, bei dem 69 kreisfreie, deutsche Städte mit über 100.000 Einwohnern verglichen wurden. Beim sogenannten Niveau-Ranking, bei dem unter anderem das BIP pro Erwerbstätigen verglichen wird, erreicht die Hansestadt gerade mal Platz 48. Bremerhaven steht sogar nur an 67. Stelle. Auch beim sogenannten Dynamik-Ranking, bei dem beispielsweise verglichen wird, wie sich das BIP in den letzten fünf Jahren entwickelt hat, kommt Bremen gerade mal auf Platz 35 und Bremerhaven belegt Rang 64. Diese mittelmäßig bis schlechten Ergebnisse sind mehr als alarmierend für Bremens wirtschaftliche Zukunft. Soll die Weser-Metropole nicht den Anschluss verlieren, muss die Politik umgehend handeln. Als Stimme des Mittelstands fordert der BVMW von den Verantwortlichen deshalb dringend eine bessere Förderung mittelständischer Unternehmer.

Beispielsweise sollten Anstrengungen unternommen werden, damit sich zukunftsorientierte Gründer in der Stadt ansiedeln. Gleichzeitig muss die Kooperation zwischen Schulen, Universitäten und Unternehmen optimiert werden, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Und nicht zuletzt muss mehr für die Attraktivität des Standortes getan werden. Dazu zählen neben einer modernen und intakten Infrastruktur auch moderate Steuern und Gebühren.

Nur wenn sich diese und weitere Parameter verbessern, kann es Bremen gelingen, das Mittelmaß beim Städte-Ranken zu übersteigen. Denn ohne die starke Innovationskraft des Mittelstands, wird sich eine positive Zukunftsgestaltung für Bremen, seine Wirtschaft und seine Bürger, kaum realisieren lassen.“

(Redaktion)


 


 

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