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Bremen

Metropolregion Nordwest fördert regionale Projekte mit 470.000 Euro

Vorstand zieht positive Bilanz und verstetigt Förderschwerpunkte bis 2017

Der Vorstand der Metropolregion Nordwest hat heute in der Vorstandssitzung beschlossen, sieben Projekte mit insgesamt 470.000,- Euro zu fördern. Auf der anschließenden Jahrespressekonferenz im Bremer Rathaus zogen die Vorstandsmitglieder eine positive Bilanz für das vergangene Jahr und beschlossen die Fortschreibung der Handlungsschwerpunkte. „Auch die heute ausgewählten Projekte für die kommenden Jahre 2016 und 2017 zielen überwiegend auf den Umgang mit dem demografischen Wandel und die CO2-Reduzierung mit Fokus auf technologische Entwicklung und unternehmerisches Handeln. Die Metropolregion Nordwest wird sich auch in den kommenden zwei Jahren auf diese zwei Schwerpunkte konzentrieren, um alle Kräfte bei der Suche nach Antworten auf diese Herausforderungen zu bündeln. Die neuen Projekte werden dazu beitragen, die Potenziale der Metropolregion Nordwest zu stärken und unsere Region auch zukünftig als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum in Deutschland und weltweit zu positionieren“, erklärt Jörg Bensberg, Landrat und erster Vorsitzender der Metropolregion Nordwest, die Auswahl der Projekte.

Antworten auf den demografischen Wandel und die CO2-Reduktion im Fokus

Bereits für die Jahre 2014 und 2015 hatte der Vorstand den demografischen Wandel und die CO2-Reduktion als Förderschwerpunkte festgelegt. „Die Metropolregion Nordwest muss sich den Fragen einer alternden Gesellschaft und des Klimawandels stellen. Deshalb konzentrieren sich unsere Projekte auf diese Aspekte. Zuletzt haben wir beispielsweise Servicestellen für die betriebliche Gesundheitsversorgung geschaffen und mit den FabLabs Bremen und Oldenburg attraktive Orte gefördert, um junge Menschen für Technik zu begeistern“, betont Geschäftsführerin Dr. Anna Meincke. „Die neuen Projekte, wie beispiels-weise die ‚Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest‘ – ein Technik-Lernzentrum für Schüler – oder die Teststrecke ‚LEP und LED in Häfen‘ – für eine verbesserte Energieeffizienz der Häfen – zeigen, dass die Metropolregion Nordwest auch zukünftig kreative Antworten für die größten Herausforderungen sucht“, erklärt Dr. Anna Meincke weiter. „LEP und LED in Häfen“ ist das erste gemeinsame praktische Innovations- und Nachhaltigkeitsprojekt der Häfen in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen. Mit Plasma- und LED-Beleuchtungsteststrecken soll die Frage der zukünftigen Hafenbeleuchtung untersucht werden.

Internationalisierungsprojekte für die Standortattraktivität

Die Metropolregion Nordwest will sich zukünftig europaweit und international noch stärker aufstellen. So wird die Kooperation mit den Nord-Niederlanden in dem Projekt „Shaping the Future of Smart Regions North“ weiter ausgebaut. Die Metropolregion Nordwest kooperiert dabei mit den Städten Groningen, Assen, Bremen, Oldenburg sowie dem Kooperationsverbund Region Groningen-Assen „Regio Groningen-Assen“ und der Ems-Achse. Seit 2013 arbeiten die Städte und Regionen gemeinsam an Antworten auf Querschnittsthemen, wie beispielsweise Mobilität und Verkehrslenkung mittels neuer intelligenter, technikbasierter Lösungen. „Smarte Lösungen sind dabei einer der spannendsten Ansätze für Innovationen. Der Einsatz dieser Techniken könnte beispielsweise unsere Mobilität in den kommenden Jahren nachhaltig verbessern. Hier lernen wir länderübergreifend auch von unseren EU-Nachbarn“, betont der erste Vorsitzende, Landrat Jörg Bensberg. Das Cluster „Automotive Nordwest“ erhält Gelder, um die Mitgliedsbetriebe noch stärker auf internationale Wirtschaftsverflechtungen vorzubereiten. Das Cluster will eine Internationalisierungsstrategie entwickeln und sich für das europäische „Gold Label of the European Cluster Excellence Initiative (ECEI)“ qualifizieren. Die Zertifizierung erhalten Spitzencluster und -netzwerke für professionelles Management bei der Verwaltung, Finanzierung, Strategie und Dienstleistung.

Positive Bilanz der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten

Seit Gründung der Metropolregion Nordwest im Jahr 2006 wurden in der Region bereits mehr als 100 Projekte mit über 7 Millionen Euro gefördert. Zusammen mit den neu beschlossenen Projekten konzen-trieren sich die Aktivitäten in der Metropolregion Nordwest auf die Handlungsschwerpunkte, auch und insbesondere auf die CO2-Reduzierung. Bereits im vergangenen Jahr zielte die Mehrheit der Projekte auf die CO2-Reduzierung. Das Projekt „Metromobil“ analysiert beispielsweise Potentiale für die Entlastung des Pendlerverkehrs im ländlichen Raum, das „Europäische Fachzentrum für Moor und Klima – Moorlandschaften“ ist als ein internationales Forschungsnetzwerk für Klima- und Moorschutz gegründet worden. Aktuell wird außerdem an Wasserstoff-Antrieben für die maritime Wirtschaft und an der Nutzung von gasbetriebenen Fahrzeugen in der Region geforscht.

Ausblick auf die kommenden Aktivititäten

Die Metropolregion Nordwest hat in diesem Jahr noch viel vor. Im Herbst wird zum zweiten Mal der NordWest Award ausgeschrieben. Der von der Bremer Landesbank gestiftete Preis zeichnet Initiativen und Projekte aus, die sich in besonderem Maße für das hiesige Zusammenleben einsetzen. Zudem fördert die Metropolregion Nordwest aktiv den interkommunalen und branchenspezifischen Austausch. So wird sich beispielsweise die Logistikbranche auf der diesjährigen Regionalkonferenz im November über die Hinterlandanbindung in der Region austauschen. Mit einer stärkeren Vernetzung will die Metropolregion Nordwest zukünftig noch nachhaltiger wachsen und den Lebensraum und Standort in der Region stärken.

(Redaktion)


 


 

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