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Bremen/Oldenburg/Nordwesten

Thema: Mittelstand fordert das Aus für die ungerechte Erbschaftssteuer

„Der heute im Kabinett verabschiedete Kompromiss zur Erbschaftssteuer ist zum Scheitern verurteilt“ so Detlef Blome, Leiter der Wirtschaftsregion Bremen/Oldenburg/Nordwesten vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) „Die Koalition muss schon jetzt die erneute Rote Karte aus Karlsruhe fürchten!“

„Vor allem aber schadet er dem Mittelstand massiv. Gerade im Mittelstand werden Ausbildungs- und Arbeitsplätze sichergestellt und wandern auch nicht ab. Deswegen sollte die Politik ein großes Interesse daran haben, dass Betriebe gehalten werden und der Generationswechsel funktioniert. Genau davon lebt auch unsere Wirtschaft in der Region.“ So Blome vom BVMW.

„Es gibt nur eine einzige gerechte, verfassungsrechtlich saubere und zugleich unbürokratische Lösung: die vollständige Abschaffung der Erbschaftssteuer. Wir reden bei der Erbschaftssteuer von einem Gesamtaufkommen von nur 5,5 Milliarden Euro, von denen laut Schätzungen die Hälfte allein für die Erhebung verloren geht. Grade unter dem Gerechtigkeitsaspekt ist die Erbschaftssteuer mehr als fragwürdig: Das Vermögen ist aus schon versteuertem Einkommen gebildet worden; es liegt also eine Doppelbesteuerung vor.“ Detlef Blome als Vertreter des regionalen Mittelstandes sieht mit der heutigen Kabinettsentscheidung Investitionen gefährdet und die Unternehmensnachfolge erschwert.

„Der Staat sollte jedem, der bereit ist einen mittelständischen Betrieb weiterzuführen, dankbar sein und ihm nicht Knüppel zwischen die Beine werfen. Es hat doch seinen Grund, warum Schweden, Österreich, Neuseeland, Australien und Canada keine Erbschaftssteuer haben und in der Schweiz gerade eben mit einer Riesenmehrheit die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer in einem Referendum abgelehnt wurde.“ Detlef Blome vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft setzt darauf, dass diese Vorlage im Deutschen Bundestag noch verändert wird.

„Wir fordern gerade die Bundestagsabgeordneten von CDU/ CSU und SPD aus unserer Heimat auf, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass die Vorlage aus dem Finanzministerium so nicht beschlossen wird. Wenn es leider noch nicht in Deutschland durchsetzbar ist, diese sinnlose Steuer abzuschaffen, dann muss es wenigsten zu einem Flat-Tax-Tarif mit einem Steuersatz deutlich unter zehn Prozent und zu einer Verdoppelung der aktuellen Freibeträge kommen. Außerdem müssen mittelständische Unternehmen die Möglichkeit erhalten, ihre Steuerschuld über zehn Jahre zu strecken. Die Erbschaftssteuerreform darf nicht auf dem Rücken des Mittelstandes ausgetragen werden!“

(Redaktion)


 

 

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