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Unterstützer ermöglichen Start-Stipendien für Bremer Schüler mit Migrationshintergrund

Sechs Mädchen und drei Jungen wurden in dieser Woche in Bremen in das Start-Stipendienprogramm für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. Sie erhalten künftig eine materielle Unterstützung in Form eines Bildungsgeldes in Höhe von monatlich 100 Euro und einer PC-Grundausstattung mit Internetanschluss sowie eine intensive ideelle Förderung im Bildungsbereich. Mit dem Stipendium werden sie für gesellschaftliches Engagement und gute schulische Leistungen (Notendurchschnitt von 2,5 und besser) ausgezeichnet. Unternehmen und Einzelspender unterstützen das Programm.

Das Start-Programm hat zum Ziel, die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur zu unterstützen und ihnen damit die Teilhabe an der Gesellschaft zu erleichtern.

Aufnahmeurkunden erhalten

Ihre Aufnahmeurkunden erhielten die Neustipendiatinnen und -stipendiaten aus Bremen und Bremerhaven aus den Händen von Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper. „Unsere Start-Stipendiatinnen und Stipendiaten stehen stellvertretend für alle erfolgreichen, engagierten und sehr gut integrierten Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“, unterstrich die Senatorin. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 16 Jahre alt und bosnisch-herzegowinischer, ghanaischer, iranischer, libanesischer, kasachischer, polnischer, türkischer und ukrainischer Herkunft. Sechs besuchen Gymnasien, eine die Oberschule und zwei Gesamtschulen. Durchgesetzt haben sich die Jugendlichen unter rund 70 Bewerbern.

Start-Programm in 14 Bundesländern vertreten

In den 14 Bundesländern, in denen Start im Jahr 2010 für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) ausgeschrieben war, haben sich mehr als 2.000 Jugendliche beworben. Davon können insgesamt rund 200 junge Menschen aufgenommen werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass zehn Prozent aller diesjährigen Bewerber von den Angeboten des Start-Stipendienprogramms profitieren können“, betonte Dr. Kenan Önen, Geschäftsführer der Start- Stiftung gGmbH . „Mit der gezielten Bildungsförderung will Start dazu beitragen, dass mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund das Abitur machen.“

In Bremen werden aktuell 50 Schülerinnen und Schüler gefördert. Zum Ende des vergangenen Schuljahrs haben sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten das Abitur abgelegt. Damit zählt Bremen insgesamt bereits 28 Abiturienten, die sich im START-Alumni-Verein weiterhin vernetzen können. „Mit viel Freude begleite ich seit mehreren Jahren START in Bremen und bin begeistert von den bemerkenswerten jungen Menschen, die ihre Schullaufbahn mit einem großartigen Abitur beenden“, unterstrich Heinrich Engelken, Vorstand der Bremer Landesbank und privater Förderer von Start in Bremen. Getragen wird das Stipendienprogramm in der Hansestadt von der Start-Stiftung und vom Engagement zahlreicher Unternehmen. Das Programm hat in Bremen, wo es seit 2005 angeboten wird, insgesamt ein Finanzvolumen von rund 1,4 Millionen Euro erreicht.

700 Schüler werden unterstützt

In den 14 Start-Bundesländern (alle außer Bayern und Baden-Württemberg) haben seit Beginn des Programms insgesamt 485 Jugendliche das Abitur abgelegt – das sind 97 Prozent aller geförderten Jugendlichen des jeweiligen Jahrgangs. Zu diesem Erfolg trägt die ideelle Förderung maßgeblich bei. Sie umfasst verpflichtende Bildungsseminare beispielsweise zu den Themen „ Demokratie und Partizipation“, „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“ genauso wie frei wählbare Seminare im künstlerisch-kreativen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Bereich, die den Jugendlichen ermöglichen, ihren individuellen Interessen und Talenten intensiv nachzugehen. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung und die Vermittlung von Praktika.

Die jetzt in Bremen aufgenommenen Stipendiatinnen und Stipendiaten zählen zu bundesweit insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schülern, die aktuell unterstützt werden. Den Jugendlichen wird das START-Stipendium zunächst für ein Jahr gewährt. Bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement wird es in der Regel bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert.

(Redaktion)


 


 

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Katja Eckstein

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