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Bremische Häfen

Güterumschlag in Bremen und Bremerhaven erholt sich wieder

Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD) erkennt eine Erholung bei den bremischen Häfen. Der Umschlag hat zweistellige Zuwachsraten. Er stellte am Montag gemeinsam mit Bremenports die Umschlagszahlen des 1. Halbjahrs 2010 vor.

Der Gesamtumschlag der Zwillingshäfen erhöhte sich gegenüber dem Zeitraum von Januar bis Juli 2009 um 18,0 Prozent: Waren in Bremen und Bremerhaven im ersten Halbjahr 2009 insgesamt 29,1 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen worden, stieg das Volumen von Januar bis Juni 2010 auf 34,4 Millionen Tonnen. Der Empfang steigerte sich dabei um 17,6 Prozent, der Versand um 18,4 Prozent.

Auch konventionelle Stückgutladung wächst

In Bremerhaven wuchs der Umschlag von Seegütern um 15, 1 Prozent (von 24,1 auf 27,8 Millionen Tonnen), in Bremen-Stadt sogar um 31,7 Prozent (von 5,0 auf 6,6 Millionen Tonnen). „Von der weltweiten konjunkturellen Belebung konnten also nicht nur die leistungsstarken Container- und Auto-Terminals in Bremerhaven profitieren“, so Senator Günthner am Montag. „Denn die Anlagen in Bremen legten nicht nur beim Massengut überproportional zu, sondern auch bei der konventionellen Stückgutladung.“

Im ersten Halbjahr 2010 gingen nach dem Flaute-Jahr 2009 in den bremischen Häfen 2,4 Millionen TEU über den Kajenrand – gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (2,15 Millionen TEU) ein Plus von 11,4 Prozent. Noch deutlich stärker wirkte sich die steigende Nachfrage auf den Automobilumschlag der Hafengruppe Bremen/Bremerhaven aus: Die Zahl der Fahrzeuge stieg von 521.867 um fast 200.000 auf 716.405 Einheiten – ein Plus von 37,3 Prozent. Dort dominierte der Export deutlich: via Bremerhaven werden etwa dreimal so viele Fahrzeuge aus- wie eingeführt.

Bremen-Stadt profitiert von Massengut

Die gute Entwicklung in Bremen-Stadt ist nach Günthners Worten unter anderem auf starke Zuwächse beim Massengut (36,7 Prozent) zurückzuführen, zum Beispiel bei Erzen, Kohle und Koks. Doch auch beim klassischen, nicht in Containern gestauten Stückgut gab es in der Stadt Bremen ein Plus von 23,1 Prozent. „In Bremen-Stadt wird deutlich, dass sich die bremischen Häfen nicht auf Container und Autos reduzieren lassen."

Für die nahe Zukunft geht Bremenports-Geschäftsführer Stefan Woltering von weiter steigenden Umschlagszahlen aus. Eine genaue Vorhersage falle allerdings schwer. Neben positiven Trends wie dem unerwartet starken Wachstum der deutschen Volkswirtschaft, droht derzeit womöglich auch eine drohende Abschwächung der ökonomischen Entwicklung in China und den USA. Die Devise heißt: abwarten.

(Redaktion)


 


 

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