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Bremen

Studienpreis für Mittelstandsforschung 2014/2015

Auszeichnung für fünf junge Wissenschaftler durch wiwib e. V. - Fünf junge Wissenschaftler wurden Anfang November 2015, mit dem Studienpreis für Mittelstandsforschung 2015 ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im Haus Schütting überreichten Andreas Berghöfer, Vorsitzender des Mittelstandsausschusses der Handelskammer Bremen, Prof. Dr. Kurosch Rezwan, Konrektor der Universität Bremen, und Senator Günthner die mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Preise.

In Grußworten betonten Herr Berghöfer und Konrektor Rezwan die Bedeutung anwendungsbezogener Forschung für Standort und Unternehmen. Prof. Dr. Franz Jürgen Marx, Vorsitzender des wiwib e.V., hob die Bedeutung von Netzwerken zwischen Wirtschaft und

Wissenschaft hervor. Die Festrede hielt Wirtschaftssenator Martin Günthner. Den Studienpreis vergibt das wiwib e.V. alle zwei Jahre für Abschlussarbeiten an den Hochschulen in der Metropolregion Nordwest.

Den ersten Preis erhielt Frau Magdalena Maria Pollok (Hochschule Bremen) für ihre Masterarbeit zum Thema: „ Benchmarking zum Leistungspotenzial für mittelständische Unternehmen in der Nordwest-Region“ (Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Kuron).

 Frau Pollok widmet sich der anspruchsvollen Aufgabe, zwischen der Unternehmensstrategie und der Branchenzugehörigkeit als Ursache des Unternehmenserfolgs von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu unterscheiden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen ihrer empirischen Untersuchung erarbeitet die Verfasserin Handlungsempfehlungen für KMUs sowie für Unternehmensberatungen. Die aufgeführten weiteren Ansatzpunkte für zukünftige Arbeiten unterstreichen eindrücklich die Bedeutung des gewählten Forschungsgebiets.

Den zweiten Preis erhielt Herr Dr. Matthis Schneegaß (Universität Bremen) für seine Dissertation mit dem Thema: „Ursachen und Wirkungen der De-Internationalisierung – eine kompetenzbasierte Analyse am Beispiel mittelständisch geprägter deutscher Familienunternehmen“ (Betreuer: Prof. Dr. Jörg Freiling).

Herr Dr. Schneegaß beschäftigt sich mit dem Rückzug aus neu erschlossenen Auslandsmärkten. Ein solcher Rückzug ist gelegentlich notwendig, um Rückschlägen und der Vernichtung von (nicht nur finanziellen) Werten vorzubeugen. Der Verfasser widmet sich damit einem sehr spezifischen, bisher kaum abgedeckten Forschungsbereich. Im Rahmen seiner Untersuchungen belässt Herr Dr. Schneegaß es nicht bei einer Rezitation vorhandenen Wissens, sondern entwickelt eigens aufgestellte systematische Modelle (z.B. von international tätigen Familienunternehmen).

 Der dritte Platz wurde gleich dreimal vergeben, an Dr. Philipp K. Berger, Vanessa Veronike Heise und Eva Isabelle Louisa Befeldt.

Die Dissertation von Herrn Dr. Philipp K. Berger (Universität Bremen) trägt den Titel: „The Role of Fear for Entrepreneurial Venture Creation – Causes of Failure be-fore and after Foundation“ (Betreuer: Prof. Dr. Jörg Freiling).

Herr Dr. Berger widmet sich der in den letzten Jahren stark ausgeprägten Gründungslethargie. Sein Fokus richtet sich dabei nicht auf den Erfolg, sondern vielmehr auf das Scheitern von Neugründungen. Sein Ziel ist die Herausarbeitung der Gründe für ein solches Scheitern. Die Untersuchung beschäftigt sich jedoch nicht allein mit den Schwierigkeiten nach einer Gründung, sondern zielt zudem auch auf die Erforschung des Angstphänomens im Vorgründungskontext ab.

Die Masterarbeit von Frau Vanessa Veronike Heise (Universität Bremen) gilt dem Thema: „Hemmnisse und Treiber der Kompetenzentwicklung in Born Transnationals“ (Betreuer: Prof. Dr. Jörg Freiling).

Die Arbeit thematisiert die Entwicklung von Kompetenzen in kleinen und mittleren Unternehmensformen, die bereits zum Zeitpunkt ihrer Gründung bzw. kurz darauf grenzüberschreitende Geschäftstätigkeiten übernehmen. Diese Unternehmen werden in der Literatur auch als sog. Born Transnationals bezeichnet. Um sich auf dem Markt zu etablieren, werden ihnen spezifische Kompetenzen abverlangt, die sich insbesondere an den Fähigkeiten der Gründerpersönlichkeiten ablesen lassen.

Die Bachelorarbeit von Frau Eva Isabelle Louisa Befeldt (Hochschule Bremen) behandelt das Thema: „Chancen und Herausforderungen des Social Entrepreneurship in einer sich im Wandel befindenden Marktwirtschaft“ (Betreuerin: Frau Prof. Dr. Mechthild Schrooten).

 Frau Befeldt setzt sich im Rahmen ihrer Arbeit mit der Beziehung zwischen Marktwirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Es wird untersucht, inwiefern soziale Unternehmen (sog. Social Entrepreneurships) eine Alternative zu einer rein auf Profitmaximierung basierenden Marktwirtschaft liefern. Im Rahmen der Untersuchung werden auch die Probleme, die sich bei Social Entrepreneurships ergeben, herausgearbeitet. Die Erkenntnisse der Untersuchung zeigen schließlich, dass Social Entrepreneurships keine vollwertige Alternative, jedoch eine sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Marktstrukturen bieten können.

Der Studienpreis für Mittelstandsforschung unterstützt den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Wirtschaft. Andreas Berghöfer und Prof. Dr. Franz Jürgen Marx hoben die Bedeutung des Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Wirtschaft und der Gewinnung von Nachwuchskräften hervor: „Innovationstransfer erfolgt über Köpfe“. Seit 1996 werden die Studienpreise vergeben, insgesamt wurden inzwischen fast 66.000 Euro ausgeschüttet.

Vom bisherigen Förderverein Mittelstandsforschung wurde die Aufgabe von wiwib e.V. übernommen, der die Aktivitäten zur Unterstützung praxisorientierter wirtschaftswissenschaftlicher Ausbildung und Forschung fortsetzt

(Redaktion)


 


 

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