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Bremen

Integrationsstudie bestätigt BKA-Analyse

Aufgrund von Daten, die das Bremer Sozialressort in den Jahren 2005 bis 2008 erfasst hat, zog Bremens Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) am Dienstag Bilanz. In Bremen kommt man zu einem ähnlichen Fazit, wie eine jüngst vom Bundeskriminalamt herausgegebene Analyse.

Rosenkötter hob bei der Vorstellung der Zahlen hervor, dass das Armutsrisiko der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bremen deutlich höher sei als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Während 43 % der Personen mit Migrationshintergrund in einem Haushalt mit einem Haushaltsnettoeinkommen unterhalb der Armutsschwelle leben, treffe dies nur auf 14,5 % der Bevölkerung ohne  Migrationshintergrund zu (2008). Armutsrisiken, Migration und Bildungsbenachteiligung seien also eng miteinander verknüpft.

Migranten: Armutrsrisiko auch in BKA-Studie Thema

Ähnliches wird auch in einer jüngst vom Bundeskriminalamt herausgegebenen Analyse zu Extremismusgefahren konstantiert. Hierzu wurden die Biographien von 39 wegen Extremismus oder Terrorismus angeklagten Personen ausgewertet. Religion und Politik spielt demzufolge nur eine untergeordnete Rolle, die Befragten wollten sich demnach in vielen Fällen für bestehende Defizite in sozialen Sicherungssystemen rächen. Entgegen landläufiger Meinung, werden in den sozialen Sicherungssystemen der Bundesrepublik - insbesondere in wichtigen Übergangsphasen - nicht jene unterstützt, die bildungs- und leistungsorientiert sind. Diese werden sogar benachteiligt. Auch bei der Jobsuche stößt dieser Personenkreis auf zusätzliche Barrieren (business-on.de berichtete). Brüche in Bildungskarrieren mit zum Teil verheerenden Folgen sind nicht selten die Folge.

Rosenkötter: Integrationsbemühungen zeigen Wirkung

Rosenkötter konstantierte auf Grundlage der nun vorgestellten Bremer Zahlen, dass alle Anstrengungen darauf gerichtet werden müssten, Kinder und Jugendlichen so zu fördern, dass sie einen guten Schulabschluss erreichen und später in den Arbeitsmarkt einmünden könnte. Man sehe aber, dass sich Bremen in der Zeit zwischen 2005 und 2008 in vielen Punkten verbessert hat. "Unsere Integrationsbestrebungen zeigen also Wirkung, “ so die Bremer Senatorin.

(Redaktion)


 


 

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