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Bremer Senator: Deiche gut in Schuss

„Die Deiche in Bremerhaven sind gut in Schuss – und die Bevölkerung muss keine Angst vor Hochwasser und Sturmfluten haben.“ Diese Bilanz zog Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD), als er am Freitag über den Sachstandsbericht informierte, mit dem das Häfenressort und die Hafengesellschaft Bremenports dokumentieren, welche Unterhaltungsmaßnahmen für die Hochwasserschutzanlagen im Jahre 2009 auf dem Programm standen und wie die vom Bremerhavener Magistrat erhobenen Deichgebühren genutzt wurden.

„2009 wurde die Wesermündung glücklicherweise von schweren Sturmfluten verschont“, sagte Günthner. Dennoch mussten beim Hochwasserschutz in Bremerhaven umfangreiche Arbeiten erledigt werden. Beispiel Sturmflutsperrwerk: Die Anlage an der Geeste, die die Seestadt und das angrenzende niedersächsische Hinterland vor Überflutungen schützt, wurde von Bremenports bei niedrigen Hochwasserständen im vergangenen Jahr immerhin 29mal geschlossen.

Deiche, Sperrwerke und andere Anlagen müssen ständig in gutem Zustand sein, um die Großstadt vor den Fluten schützen zu können. Im Deich gibt es mehr als 30 Öffnungen. Diese Tore, Durchlässe und Rohrleitungen müssen rechtzeitig geschlossen werden. Bei Hochwasser kontrollieren die Bremenports-Mitarbeiter die Anlagen und sichern sie notfalls. Dafür hält die Hafengesellschaft während der Sturmflutsaison ständig eine 24-Stunden-Rufbereitschaft vor. Die Mitarbeiter werden mit Übungen regelmäßig auf ihre Aufgaben vorbereitet. „Bei einer schweren Sturmflut können wir ohne weiteres 100 Mitarbeiter abstellen“, sagt Henry Behrends, der bei Bremenports für Deichplanung, -bau und -unterhaltung verantwortlich ist.

Hier einige Beispiele für wichtige Unterhaltungsarbeiten (2009):

  • Versackungen im Deichbereich: An mehreren Stellen mussten Versackungen beseitigt werden. Deshalb ließ bremenports etwa 300 Meter Deichkronen- und Treibselräumweg umpflastern. Außerdem wurden 340 Meter Deichberme instandgesetzt.
  • Unfallfolgen: Bei einem Lkw-Unfall wurde der Deich an der Innenseite, bei einer Schiffshavarie an der Außenseite stark beschädigt. Um den Schaden zu beheben, wurden mehr als 50 Tonnen Schüttsteine eingebaut.
  • Pflege der Grünflächen: Bis zu dreimal pro Jahr müssen rund 250.000 Quadratmeter Gründeich gemäht werden. Die Deichgräben werden regelmäßig gereinigt.
  • Beseitigung großer Treibselmengen: Das angeschwemmte Material muss kontinuierlich abgeräumt und anschließend kompostiert werden.

Im vergangenen Jahr hat der Magistrat Bremerhaven von den Grundeigentümern Hochwasserschutzbeiträge in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro erhoben. Rund 602.000 Euro flossen in die Unterhaltungsarbeiten und den Sturmflutdienst von Bremenports. Für Verwaltungstätigkeiten beim Magistrat und beim Senator für Wirtschaft und Häfen entstand ein Aufwand von etwa 118.000 Euro. Mit der Restsumme – rund 480.000 Euro – wurden die Rücklagen aufgestockt, die dazu dienen, besonders gravierende Beschädigungen der Bremerhavener Deiche zu beseitigen. Senator Günthner: „Wenn Bremerhaven eine sehr schwere Sturmflut erlebt, können am Deich schnell Schäden in Millionenhöhe entstehen. Die Rücklage ist deshalb unbedingt erforderlich.“

(Redaktion)


 


 

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