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Bremische Häfen

Containerumschlag in Bremerhaven erreicht erstmals die 6 Millionen-TEU-Marke

Am Montag stellte Bremens Hafensenator Martin Günthner (SPD) die vorläufige Bilanz der bremischen Häfen für 2012 vor. Demnach werden die Häfen des 2-Städte-Stadtstaates ihren Gesamtumschlag voraussichtlich um 5,3 Prozent steigern können.

Grundlage der Schätzung sind die Umschlagszahlen der ersten elf Monate. Für die  Häfen Bremerhaven und Bremen wird für 2012 ein Jahresergebnis von etwa 85 Millionen Tonnen (2011: 80,6 Millionen Tonnen) Umschlagsgut erwartet.

Die bremischen Häfen hätten sich mit dem neuen Umschlagrekord längst von den Auswirkungen der schweren Wirtschaftskrisedes Jahres 2009 erholt, sagte Günthner bei der Vorstellung der Hafenbilanz weiter. Grund hierfür sei auch der Ausbau der Bremerhavener Kajen- und Schleusenkapazitäten.

Für den Standort Bremerhaven wird demnach in diesem Jahr ein Gesamtumschlag von etwa 72 Millionen Tonnen erwartet, für Bremen-Stadt geht er von etwa 13 Millionen Tonnen. Der Massengutumschlag in beiden Häfen wird auf 9,8 Millionen Tonnen geschätzt. Mehr als 75 Millionen Tonnen entfallen damit auf den Stückgutumschlag, also Container und nicht in Containern gestautes Stückgut.

Containerumschlag 2012 auf hohem Niveau

Die Containerlogistik, das Hauptgeschäft der bremischen Häfen, steht nach Güthner Einschätzung solide da. Europas viertgrößter Containerhafen in Bremerhaven könne für 2012 mit einem Plus von 6,3 Prozent auf etwa 6,3 Millionen TEU (TEU=Standardcontainer) rechnen. Im Vorjahr wurden an der Weser 5,9 Millionen TEU umgeschlagen.

Für 2012 wird eine Zunahme des Automobilumschlags auf etwa 2,2 Millionen Fahrzeuge (2011: 2,1 Millionen) erwartet. Hier wird mittelfristig mit einem weiteren Wachstum der Fahrzeug-Drehscheibe Bremerhaven gerechnet. Beim konventionellen Stückgut wird zugleich mit einem Jahresergebnis von 8,2 Millionen Tonnen gerechnet.

In Bremen-Stadt wird 2012 einen Massengutumschlag von rund 9,4 Millionen Tonnen erwartet. In diesem Segment dominieren Erze, Kohle und Mineralölprodukte. Beim konventionellen Stückgut, das in Bremen-Stadt vor allem aus Eisen- und Stahlprodukten besteht, wird mit einer Größenordnung von 3,6 Millionen Tonnen gerechnet.

Der Kreuzfahrt-Terminal Bremerhaven an der Columbuskaje bringt es 2012 auf 49 Schiffsankünfte und etwa 62.500 Passagiere. „Hier zeigt sich ein Silberstreif am Horizont“, sagte Günthner bei der Vorstellung der Zahlen. Nach einem Rückgang der Ankünfte im Jahre 2011 steigt die Zahl der Schiffe 2012 um 25,6 Prozent und die Zahl der Kreuzfahrer um 21,6 Prozent.

Güthner: Hinterlandverbindungen besonders wichtig

Die gegenwärtigen Umschlagszahlen machten deutlich, wie wichtig der zügige Ausbau leistungsfähiger Verkehrsanbindungen im Hinterland der norddeutschen Seehäfen sei, so Güthner am Montag weiter. Die Verkehrsinfrastruktur müsse daher bedarfsgerecht ausgebaut und erhalten werden. Das Haushaltsnotlageland Bremen schaffe mit bedarfsgerechten Investitionen in seine Häfen immerhin einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung der deutschen Exportwirtschaft, unterstrich der Senator. Schon deshalb erwarte man, dass Bund und Deutsche Bahn AG gebotenen Infrastruktur-Verpflichtungen schnell und umfassend nachkommen.

(Redaktion)


 


 

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