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Bremische Häfen

Wirtschaftskrise sorgte 2009 für Rückgänge beim Güterumschlag

Am Donnerstag stellte Bremens Wirtschaftssenator Ralf Nagel die endgültige Umschlagsbilanz für die bremischen Häfen für das Jahr 2009 vor. In Bremen und Bremerhaven sank die Zahl der umgeschlagenen Güter wie erwartet erheblich.

„Auch wenn dies ein Silberstreif am Horizont ist: Wir sind nach wie vor nicht durch das tiefe Tal. Der Hafenwirtschaft muss es deshalb auch in der schweren Zeit gelingen, gemeinsam mit den Beschäftigten Wege zu gehen, die die bewährten Strukturen sichern,“ umschrieb  Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Ralf Nagel (SPD) die schwierige Situation der Hafenarbeiter an den norddeutschen Häfen. Die Hafenbetreiber kämpfen bereits länger mit den zu hohen Personalkosten.

Über 10. Mio TEU weniger Umschlag

'Nach Nagels Angaben sank der Gesamtumschlag der Häfen Bremen und Bremerhaven im vergangenen Jahr von 74,6 (2008) auf 63,0 Millionen Tonnen (minus 15,6 Prozent). Beim Empfang wurden an den Kajen 32,5 Millionen Tonnen gelöscht, beim Versand weitere 30,6 Millionen Tonnen verladen. In Bremen-Stadt ging der Seegüterumschlag 2009 von 14,5 auf 11,3 Millionen Tonnen zurück (minus 22,3 Prozent). An den Terminals in Bremerhaven gab es einen Rückgang von 60,1 auf 51,8 Millionen Tonnen (minus 13,9 Prozent).

Beim Stückgut (inklusive Container) ergab sich für Bremen und Bremerhaven 2009 ein Rückgang von 64,9 auf 55,2 Millionen Tonnen (minus 14,9 Prozent). Für das Massengut weist die Statistik ein Minus von 19,7 Prozent aus. Hier sank der Umschlag von 9,8 auf 7,9 Millionen Tonnen.

Rückgänge und positive Nachrichten

Im Hauptgeschäft der Bremer Häfen, dem Umschlag von Containern, wurde das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahre 2008 (5,5 Millionen TEU) im vergangenen Jahr um 17,4 Prozent unterschritten. 2009 gingen 4,6 Millionen TEU über die bremischen Kajen. Mehr als 99 Prozent dieser Transportboxen wurden am Standort Bremerhaven abgefertigt.

Aber es gibt auch positive Nachrichten: im Dezember 2009 sind auf den Bremer Terminals etwa 400.000 Transportbehälter (TEU) umgeschlagen worden. Dies war nach Nagels Worten das beste Dezember-Ergebnis, das an der Weser jemals erzielt worden ist (Vergleichsmonat 2008: 378.000 TEU). Hierdurch fiel die Statistik in einigen Punkten besser aus, als noch im Dezember erwartet.

Auto-Umschlag um die Hälfte gesunken

Als Folge der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise seien die bremischen Häfen durch den einbrechenden Umschlag von Automobilen 2009 besonders stark in Mitleidenschaft gezogen, so Nagel weiter. Waren 2008 noch 2,03 Millionen Fahrzeuge bewegt worden, sank ihre Zahl im vergangenen Jahr auf 1,2 Millionen (minus 40,8 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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