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Bremische Hafeninvestitionen

Offshore-Terminal und Hafeneisenbahn in Bremerhaven bilden Schwerpunkte

Der Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) ist ein weiteres zentrales Infrastrukturprojekt auf der Agenda der bremischen Hafengesellschaft Bremenports. Das 25 Hektar große Hafenbauprojekt mit einer Kajenlänge von 500 metern soll bis 2016 verwirklicht werden. Jährlich sollen hier bis zu 160 Offshore-Windenergieanlagen über die Hafenkante gehen. Der Baubeginn wird für das Jahr 2014 angestrebt.

Ende September hatte der Senat das Konzessionsverfahren zur Suche eines privaten Investors für den OTB aufgehoben, weil die eingegangenen Angebote nicht verwertbar waren. Einen Grund hierfür sieht Bremenports Geschäftsführer Holger Banik auch in den anhaltenden Irritationen um die Frage, ob die Energiewende von der Bundesregierung aufgrund einer Reihe von Detailfragen noch weiter verfolgt wird.

OTB-Ausschreibung wird vorbereitet

In enger Abstimmung mit der „Staatsrätelenkungsgruppe OTB“ will die bremische Hafengesellschaft nun die Ausschreibungsverfahren für den Bau und den Betrieb der Hafenanlage in den kommenden Monaten vorbereiten. In den vergangenen Monaten liefen die Vorbereitungen für das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren bei Bremenports auf Hochtouren. „Noch in diesem Jahr wird der entsprechende Antrag bei der zuständigen Wasserbehörde – dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr – eingereicht. Banik rechnet beim Planfeststellungsverfahren mit einer Verfahrensdauer von etwa einem Jahr. Die Ausschreibungen für Bau und Betrieb des Offshore-Terminals werden sich über einen ähnlich langen Zeitraum erstrecken.

Einen zweiten Schwerpunkt für künftige Hafeninvestitionen setzt Bremen beim Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur in Bremerhaven. „Bis Mitte des nächsten Jahrzehnt rechnen wir dort mit 770 Güterzügen pro Woche“, erläuterte Banik. Zum Vergleich: 2011 waren wöchentlich im Mittel etwa 490 ein- und ausgehende Güterzüge auf den Gleisen der Hafeneisenbahn in Bremerhaven unterwegs. Im Sommer 2012 stieg die Zahl bereits auf bis zu 630 Züge pro Woche. „Die Infrastruktur der Hafenbahn stößt an ihre Grenzen. Deshalb bauen wir sie zügig aus“, so der Bremenports-Chef.

Investitionen in Umschlagbahnhöfe

Das Herzstück der bremischen Bahn-Investitionen ist das Projekt Imsumer Deich. Die Gleise des „Hafenbahnhofs“ am Rande des Container-Terminals werden bis 2016 um eine sog. "Achter-Harfe" (plus Elektrifizierung) erweitert. In den Kosten von etwa 24 Millionen Euro sind auch die Mittel für den Umzug einer amerikanischen Transporteinheit enthalten, die an einen anderen Standort verlegt werden muss. Derzeit wird bereits das Gleisnetz am Bahnhof Kaiserhafen ausgebaut. Mittelfristig stehen weitere Investitionen in Speckenbüttel an: Im Norden Bremens soll bis etwa 2018 wie am Imsumer Deich eine weitere Achter-Harfe geschaffen werden.

(Redaktion)


 


 

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