Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
  • 08.12.2011, 12:56 Uhr
  • |
  • Wiesbaden/Frankfurt(Main)
  • |
  • 0 Kommentare
LKA ermittelt

Verdächtiger Brief an Ackermann war tatsächlich Briefbombe

Am Mittwoch ist in der Poststelle der Deutschen Bank eine verdächtige Briefsendung aus dem Verkehr gezogen worden. Adressiert war diese an den Deutsche Bank-Vorsitzenden Josef Ackermann persönlich. Bislang war unklar, ob es sich tatsächlich um eine Briefbombe handelte. Am Donnerstag bestätigte die Polizei den Sachverhalt.

Nachdem der Brief zuvor in der Röntgenanlage der Frankfurter Zentrale aufgefallen war, hatte die Konzernsicherheit der Deutschen Bank demnach gegen 12:00 Uhr am Mittwoch die Polizei informiert. Zusammen mit der Polizei Frankfurt wurde der Sprengsatz daraufhin von Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes unschädlich gemacht.

New York: Erhöhte Wachsamkeit

Als Absender war auf dem Brief laut verschiedener Medienberichte der Präsident der Europäischen Zentralbank EZB angegeben. Damit wollten die Absendern offenbar erreichen, dass der Brief auch tatsächlich von Ackermann oder seinem näheren Umfeld geöffnet wurde. Schlimmeres verhinderte nur die Routinekontrolle der eingehenden Post bei der Deutschen Bank.

In die Angelegenheit hat sich auch das Federal Bureau of Investigation (FBI) in Washington eingeschaltet. Die US-Ermittlungsbehörde, deren Verbindungsbeamten auch in Frankfurt/Main enge Kontakte zu den deutschen Sicherheitsbehörden pflegen, veranlasste, dass in der Finanzmetropole New York die Sicherheitsmaßnahmen verschärft wurden. Das New York Police Department (NYPD) stellte zusätzliche Sicherheitskräfte zum Schutz der Büros der Deutschen Bank ab und rief zudem 10.000 private Sicherheitskräfte der Stadt zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Untersuchungen dauern an

Nach den ersten Untersuchungen der Polizei handelte es sich beim Ackermann-Sprengsatz um eine funktionsfähige Briefbombe. Laut einem Bericht der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung soll allerdings kein militärischer Sprengstoff zum Einsatz gekommen sein. Vielmehr handelte es sich demnach um einen improvisierten Eigenbau, der allerdings auch schwere Verletzungen hätte anrichten können. Die Untersuchungen des entschärften Sprengsatzes dauern noch an.

Inzwischen distanzierten sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Anti-Banken-Bewegungen "Occupy Frankfurt" ausdrücklich von der gegen Ackermann gerichteten Tat. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt haben die Ermittlungen übernommen.

(Redaktion)


 


 

Hessisches
Briefbombe
Brief
Attac
Occupy
Untersuchungen
Sprengsatz
Deutsche Bank
Josef Ackermann
FBI
NYPD
Frankfurt
EZB

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Polizei" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: