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Bücher, Bekleidung & Spielwaren beliebt

Auch der Weihnachtsmann geht ins Internet

Auch Weihnachtseinkäufer nutzen zunehmend das Internet, um dem Gedränge in den Fußgängerzonen zu entgehen. Jeweils fast die Hälfte der Verbraucher wollten Abonnements oder Eintrittskarten, CD und DVD sowie Spiele für Konsolen und PC "auch online" einkaufen, wie die Marktforschungsgesellschaft GfK herausgefunden hat. Über alle Warengruppen legte der Onlinehandel um sechs Prozent zu, wie die GfK am Montag in Frankfurt am Main berichtete.

Von Joachim Sondermann

Insgesamt liegt der Untersuchung der GfK zufolge das Budget für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr bei durchschnittlich 241 Euro, vier Euro weniger als im Jahr zuvor. Beliebteste Geschenke sind Bücher (37 Prozent) vor Bekleidung und Accessoires (35 Prozent) sowie Spielwaren (34 Prozent). Fast ein Viertel der Schenkenden wollen sich der Qual der Auswahl durch Gutscheine entziehen (23 Prozent, Rang 5), mit Bargeld wollen 18 Prozent dem Beschenkten freie Hand lassen (Rang 7). Die Nürnberger Konsumforscher befragten für die Weihnachtsstudie zwischen Ende Oktober und Anfang November 3.558 Personen.

Umsatzminus im Handel von zwei Prozent erwartet

Der Handel muss sich nach den Berechnungen der GfK auf ein Umsatzminus von zwei Prozent im Vergleich zu 2010 einstellen. Größten Anteil am Gesamtumsatz von 13,7 Milliarden Euro dürften Spielwaren mit 1,76 Milliarden Euro haben, gefolgt von Bekleidung (1,64 Milliarden Euro), Gutscheinen (1,39 Milliarden Euro) sowie Büchern (954 Millionen Euro).

Es gebe zudem einen "Trend zu werthaltigen Anschaffungen", erklärte GfK-Experte Wolfgang Adlwarth. Das zeige sich beispielsweise darin, dass der erwartete Umsatz mit Schmuck und Uhren von 640 Millionen Euro im Vorjahr auf 750 Millionen Euro deutlich zugelegt habe.

Kauflust auch abseits von Weihnachten deutlich höher

Auch abgesehen von Weihnachten hat die Kauflust der Verbraucher im November deutlich zugelegt. Nach der monatlichen Erhebung der GfK stieg die Anschaffungsneigung um 9,1 Punkte auf 40,3 Punkte, den höchsten Stand seit Januar. Gleichzeitig sinkt die Sparneigung. GfK-Volkswirt Rolf Bürkl führte das auf das niedrige Zinsniveau und das seit der Lehman-Pleite erheblich erschütterte Vertrauen in die Banken zurück. Allerdings gebe es kein "Entsparen". Die Konten würden nicht geplündert, sondern es werde lediglich weniger draufgelegt.

Sorgen wegen der Euro-Schuldenkrise zeigten sich nach den Angaben der Marktforscher in einer sinkenden Konjunkturerwartung und damit verbunden auch moderat zurückgehender Einkommenserwartung. Insgesamt sagten die GfK-Forscher für Dezember aber ein weiter steigendes Konsumklima voraus. Der Index soll von revidiert 5,4 Punkten im November auf 5,6 Punkte steigen. Er liege damit über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 2,5 bis 3,0 Punkten.

Trotz der für 2012 erwarteten Konjunkturabschwächung dürfte der private Verbrauch auch im kommenden Jahr zunehmen, sagte GfK-Vorstandschef Klaus Wübbenhorst voraus. Allerdings dürfte der Zuwachs unter den 1,5 Prozent des diesjährigen Wertes liegen. Die GfK will eine präzisere Prognose im Frühjahr vorlegen.

(dapd )


 


 

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