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Bundesbank-Vorstand

Dombret für Trennung von EZB und Bankenaufsicht

Die Deutsche Bundesbank hat Vorbehalte gegen eine Kontrolle aller europäischen Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB). Eine europäische Aufsicht über die Banken könne einen wichtigen Beitrag zur Finanzstabilität leisten, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Mittwoch in Frankfurt am Main.

Dombret empfahl aber, die Verantwortung dafür "nicht der EZB, sondern einer anderen Behörde zu übertragen, die von einem Rat geleitet würde, in dem Heimatländer der Banken angemessen repräsentiert wären".

Interventionsrechte mit demokratischer Legitimation

Befugnisse zur Aufsicht über Banken müssten Interventionsrechte umfassen, die der demokratischen Legitimation bedürften, sagte Dombret weiter. "Hätte die Zentralbank die hoheitliche finale Verantwortung, müsste ihre Unabhängigkeit eingeschränkt werden", gab er zu bedenken. Geldpolitische Entscheidungen könnten die Robustheit von Banken beeinflussen. Bei einer Aufsicht durch die Zentralbank könne das zu Zielkonflikten führen.

Dombret sprach sich dafür aus, dass "grundsätzlich alle Banken von dieser europäischen Behörde beaufsichtigt werden". Bei Banken, die für die Finanzstabilität weniger wichtig erschienen, könne die Aufsicht auf nationale Behörden delegiert werden.

(dapd )


 


 

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