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Bundeskartellamt

Drei Stahl-Unternehmen durchsucht - Auch ThyssenKrupp im Visier

Neuer Kartellverdacht gegen ThyssenKrupp: Das Bundeskartellamt hat am Donnerstag Geschäftsräume der Stahlsparte ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg durchsucht.

Es bestehe der Verdacht von wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bereich bestimmter Stahllieferungen für die Automobilindustrie in Deutschland, berichtete der Konzern unter Berufung auf den Durchsuchungsbeschluss.

Das Bundeskartellamt erklärte in Bonn, es seien drei Unternehmen der Stahlbranche durchsucht worden. Grund sei der Verdacht auf Absprachen beim Vertrieb von Bandstahl und Halbzeugen. Die Durchsuchungen hätten an vier Unternehmensstandorten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen stattgefunden. Auch die Wohnungen von verdächtigen Personen seien überprüft worden. An der Aktion seien 19 Mitarbeiter der Behörde sowie Polizisten beteiligt gewesen.

ThyssenKrupp-Chefwill Ermittlungen unterstützen

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger kündigte an, der Konzern werde die Behörde aktiv bei der Untersuchung unterstützen. Falls sich die Vorwürfe erhärten sollten, werde der Konzern hart durchgreifen. "Bei ThyssenKrupp gilt das Prinzip Null Toleranz", sagte Hiesinger. Kartellverstöße würden in keiner Weise geduldet.

"Wir als Vorstand erwarten von allen Führungskräften, dass sie in ihrem Verantwortungsbereich ordnungsgemäße Geschäftsprozesse sicherstellen, hinsehen und handeln", sagte der ThyssenKrupp-Chef. Wer hier nicht mitziehe, habe im Unternehmen nichts zu suchen.

Vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen könnten derzeit keine weiteren Details genannt werden, hieß es in Essen.

(dapd)


 


 

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