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Deutsche Telekom stattet Regierung mit Sicherheitshandys aus

Die Deutsche Telekom soll die Bundesregierung mit mehreren tausend Sicherheitshandys ausstatten. "Das Bundesinnenministerium hat mit uns einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der rund 350 Organisationen des Bundes den Einsatz hochsicherer Smartphones ermöglicht. Den Anfang machen 13 Bundesministerien", sagte der Vorstandschef der zuständigen Telekom-Tochter T-Systems, Reinhard Clemens.

"Jetzt wollen wir mehrere tausend Endgeräte ausliefern", berichtete Clemens. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel soll nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung ein sogenanntes "Smartphone" erhalten, das verschlüsselte E-Mails verschicken kann. Die Technologie hierfür stammt von T-Systems. Durch die besonders geschützten Geräte soll vermieden werden, dass in Datennetzen außerhalb Deutschlands auf vertrauliche Regierungsinformationen zugegriffen werden kann. In Zeiten, in denen E-Mails vom Absender bis zum Empfänger Distanzen um den ganzen Globus zurücklegen, keine abstrakte Gefahr. Vor einigen Jahren hatte die Bundesregierung den Kauf von Blackberry-Endgeräten storniert, weil die Server hierfür im Ausland betrieben werden.

"Industriespionage ist eine beachtliche Gefahr." (T-Systems Vorstand Reinhard Clemens)

Verschlüsselte E-Mails und Telefongespräche

"Auch Top-Politiker möchten über absolut sichere Kanäle kommunizieren ", sagte Clemens. Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine wachsende Bedrohung durch Industriespionage. Auch bei vielen Unternehmen steige das Bedürfnis, "wichtige Daten sicherer zu machen", zum Beispiel durch verschlüsselte E-Mails oder Telefongespräche. "Industriespionage ist eine beachtliche Gefahr", sagte Clemens. 

Lehren aus dem Fall Enercon

Der Windanlagenhersteller Enercon kann dies sicher bestätigen: als das Unternehmen vor vielen Jahren eine Eigenentwicklung in den USA patentieren lassen wollte, war diese dort bereits registriert worden. Man hatte zuvor in Ostfriesland die hochsensiblen Baupläne aus Unachtsamkeit einfach per Fax verschickt. Der Fall gilt seither als exemplarisch für Wirtschaftsspionage in Deutschland. Dabei gilt es zu bedenken: zur Aufgabe zahlreicher Nachrichtendienste gehört auch die Aufklärung der auswärtigen Wirtschaft. Und selbst wenn nicht: ist eine sensible Information erst einmal in fremde Hände gelangt, hat niemand mehr eine Kontrolle darüber, was mit ihr geschieht. Dienstwege sind bekanntlich kurz - besonders bei lukrativen Informationen.

(Redaktion)


 


 

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