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Atom-Subventionen

Bundesumweltminister fordert Steuer auf Kernbrennstoffe

Nachdem Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) mit dem Vorstoß einer Erkundung des Emslandes bzw. des Nobel-Kurorts Bad Zwischenahn strategisch geschickt die Attacken von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gegen den Standort Gorleben umgelenkt hatte, stellte Gabriel sich nun hinter ein von Greenpeace vorgelegtes Gutachten zur staatlichen Förderung der Atomenergie im Zeitraum 1950 bis 2008. Die Organisation hatte kürzlich offentlichkeitswirksam mit einem Banner am Reichstag gegen Atomkraft protestiert.

Gabriel sagte heute: "Das Gutachten belegt einmal mehr, dass die Atomindustrie seit 1950 direkt und indirekt massiv subventioniert wurde. Allein die Finanzhilfen und die Steuervergünstigungen betrugen demzufolge 125 Milliarden Euro. Die Gutachter schätzen den Förderwert der staatlichen Regelungen im Zeitraum 1950 bis 2008 auf insgesamt 164,7 Milliarden Euro in heutigen Preisen." Pro Kilowattstunde Atomstrom entspreche dies einer durchschnittlichen Förderung von etwa 4 Cent pro Kilowattstunde.

Gabriel-Vorstoß: Steuer auf Kernbrennstoffe

Auch in Zukunft droht nach Gabriels Worten eine weitere verdeckte Subventionierung der Atomindustrie. Allein die Sanierung der maroden Endlager Asse und Morsleben werde den Steuerzahler schätzungsweise noch über 4 Milliarden Euro kosten. "Es kann nicht sein, dass die Gewinne aus der Atomenergie privatisiert und die Kosten für die Schäden sozialisiert werden. Deswegen brauchen wir Steuer auf Kernbrennstoffe," so Gabriel abschließend.

(Redaktion)


 


 

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