Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Life & Style Medienwelt
Weitere Artikel
Städtisches Call-Center

Oldenburger leisten Amtshilfe beim Karneval in Köln und Bonn

In den vergangenen Wochen und Monaten hat man sich im Rheinland gewissenhaft auf die 5. Jahreszeit vorbereitet. Auch die Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung machen da keine Ausnahme: ihre Dienststellen bleiben an den Karnevalstagen - abgesehen von Polizei und Feuerwehr - geschlossen. Damit die bundeseinheitliche Behördenrufnummer 115 dennoch weiter funktionieren kann, kommt Hilfe aus dem Nordwesten.

Ganz besonders in Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen und Umgebung herrscht von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch (11. bis zum 16. Februar) regelrechter Ausnahmezustand. Wer dann im Rheinland die einheitliche Behördenrufnummer 115 wählt, landet in diesem Jahr an bestimmten Tagen im Call-Center der Stadt Oldenburg, auch Service-Center genannt. Dort beantworten bislang 22 Mitarbeiter die Fragen von Bürgerinnen und Bürgern aus der Hunte-Stadt.

Kölner für mehrere Millionen Bürger zuständig

Das ansonsten mit 135 Mitarbeitern besetzte Pendant bei der Stadt Köln ist über die tollen Tage zeitweise geschlossen. Im Call-Center der Domstadt ist man aber nicht nur für die Millionenstadt zuständig, sondern auch für Bürgeranfragen aus den Städten Bonn, Leverkusen, Frechen, Hürth und Bergisch Gladbach, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Alleine das macht schon ein Volumen von 2,5 Millionen Bürgern.

Außerdem lässt auch der Landschaftsverband Rheinland (zuständig für knapp 10. Mio Bürger) von den Disponenten im Center seine Anrufe zwischen Wuppertal und Aachen abwickeln. Eine Umleitung in dieser Größenordnung sei bundesweit bisher einmalig, erklärt man bei der Stadt Oldenburg. Trotz der gewaltigen Aufgabe sagt Amtsleiterin Inge von Danckelmann aber: „Wir übernehmen gerne." 

Bundesinnenministerium schlug Oldenburg vor

Zu der Amtshilfe aus dem Nordwesten war es gekommen, weil das Bundesinnenministerium der Stadtverwaltung Köln das Oldenburger Call-Center vorgeschlagen hatte. Ob man der Hunte-Stadt mit der Maßnahme womöglich wieder Anschluss an den karnevalistischen Frohsinn geben wollte, den man bei der Stadtverwaltung vor einigen Monaten noch im Rathaus ausgesperrt hatte, ist unbekannt. In jedem Fall ist der Karneval dank der Oldenburger Stadtverwaltung nun erstmal gerettet. Und das dürfte der Stadt Oldenburg wiederum – so darf man hoffen – mindestens einen dankbaren "In Kölle jebützt"-Mottoschal vom Rhein einbringen.

Die Oldenburger Stadtverwaltung wird den D115-Service zu folgenden Zeiten übernehmen: an Weiberfastnacht (11. Februar) von 12:00 bis 18:00 Uhr, am Rosenmontag (15. Februar) von 8:00 bis 18:00 Uhr und am Veilchendienstag (16. Februar) von 16:00 bis 18:00 Uhr. Dann können womöglich längere Wartezeiten die Folge sein.

(Redaktion)


 


 

Oldenburg
Karneval
Call-Center
Februar
Karneval
Service-Center
Köln
Bonn
Aachen
Landschaftsverband
Rheinland
D 115
Amtshilfe
Rhein
Inge von Danckelmann
Bützchen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Oldenburg" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: