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Nachfragerückgang aus USA und Europa

Chinesische Handelsbilanz im Juni abgeschwächt

Eine schwache Nachfrage aus den USA und Europa sowie ein heimischer Konjunktureinbruch haben Chinas Handelsbilanz im Juni absacken lassen. Wie die Regierung in Peking am Dienstag mitteilte, nahmen die Importe nur noch um 6,3 Prozent zu. Das entspricht etwa der Hälfte des Wachstums im Mai. Die Zunahme bei den Exporten sank von 15,3 Prozent im Mai auf nunmehr 11,3 Prozent.


Von Joe McDonald

Der Importrückgang sei größer als zuvor angenommen, sagte der Analyst Alaistair Chan von der Ratingagentur Moody's. Es liege auf der Hand, dass die Exporte für die nächste Zeit keine besonders große Rolle spielen würden.

Chinas Wirtschaftswachstum hat sich seit der Finanzkrise von 2008 deutlich abgeschwächt. Hintergrund der Entwicklung ist die lahmende Exportnachfrage sowie staatliche Bemühungen, die überhitzte Wirtschaft abzukühlen und die Inflationsrate in den Griff zu bekommen.

Im ersten Quartal des Jahres fiel die Wachstumsrate auf 8,1 Prozent. Die Prognosen für das zweite Quartal kündigen eine Fortsetzung des Abwärtstrends an.

Ministerpräsident Wen Jiabao zeigte sich angesichts der Daten alarmiert: Das chinesische Wirtschaftswachstum zu stabilisieren, sei "eine dringliche Aufgabe auf kurze Sicht und eine mühsame Aufgabe auf lange Sicht", sagte er kürzlich auf einer Pekinger Konferenz vor heimischen Ökonomen. China habe zwar den Verbrauch angekurbelt und Exporte breiter aufgestellt. Wichtig sei jedoch, "vernünftige Wachstumsinvestitionen zu fördern", betonte Wen.

Joe McDonald ist Korrespondent der AP

(dapd )


 


 

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