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  • 29.03.2012, 10:14 Uhr
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  • Berlin/Cloppenburg/Oldenburg
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"Leichte Abkehr von Billigprodukten"

Fahrradbranche sieht sich dank E-Bike-Boom im Aufwind

Die deutsche Zweiradwirtschaft profitiert vom anhaltenden Fahrradboom. So wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 4,05 Millionen Fahrräder verkauft und damit 1,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und der Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) in Berlin mitteilen. Das entspricht einem Umsatzplus um 8,8 Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Von Markus Henrichs

Insgesamt erwirtschafteten die gut 50.000 Beschäftigten der deutschen Fahrradbranche nach Verbandsangaben mit Rädern, Ausrüstung und Zubehörteilen einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro. "Hieran sehen wir, dass dem Fahrrad sowohl im Freizeitsektor als auch bei der Nahmobilität wachsende Bedeutung zukommt", so ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger.

Angekurbelt worden sei das Geschäft im vergangenen Jahr neben der "fahrradfreundlichen Witterung" in den Hauptverkaufsmonaten März bis Juli auch von der anhaltenden Begeisterung für das Freizeitradeln und Rädern mit elektrischer Tretunterstützung, den sogenannten E-Bikes, sagte seinerseits VDZ-Geschäftsführer Thomas Kunz.

Der beliebteste Fahrradtyp der Deutschen ist demnach das allzwecktauglich Trekkingbike. Jedes dritte im vergangenen Jahr im Handel verkaufte Fahrrad gehörte dem VDZ zufolge in diese Kategorie, fast jedes vierte war ein Citybike.

Durchschnittspreis von 495 Euro

Während der Absatz nach Stückzahlen kaum zugelegt habe, gebe es eine "leichte Abkehr der Verbraucher von Billigprodukten", es sei ein "steigendes Qualitätsbewusstsein" zu beobachten, sagte Kunz. Das schlage sich auch im Durchschnittspreis pro verkauftem Fahrrad nieder, der 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 495 Euro gestiegen sei.

"Neben dem anhaltenden Trend zu höherwertigen Fahrrädern hat vor allem der steigende E-Bike-Anteil dazu beigetragen", sagte Neuberger. So mache der Anteil von E-Bikes aktuell einen Anteil von acht Prozent am Gesamtmarkt aus. Der Absatz dieser Räder, deren Verkaufspreis in der Regel zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegt, konnte dem ZIV zufolge 2011 gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent auf 310.000 Stück gesteigert werden.

"Diese Erfolgsgeschichte wird sich 2012 fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass wir bis zu 400.000 E-Bikes verkaufen", sagte Neuberger und fügte hinzu: "Für 2012 rechnen wir mit einem wachsenden Markt". Die "Rahmenbedingungen für das Fahrrad" seien insgesamt "sehr, sehr gut". Der Produktionsstandort Deutschland könne sich gegenüber der Konkurrenz aus dem Ausland offenbar behaupten. Dafür spreche auch, dass der Fahrrad-Import aus dem Billiglohnland Taiwan seit 2009 um 17 Prozent auf 337.000 Stück zurückgegangen sei.

(dapd )


 


 

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