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Daimler ruft Hunderte Smarts zurück -

Befestigungsschrauben der Bremshaltung locker

Daimler-Kunden werden erneut von Qualitätsproblemen getroffen: Der Stuttgarter Autokonzern muss Hunderte Smarts zurückrufen, weil bei den Kleinwagen Befestigungsschrauben der Bremssattelhalterung nicht mit dem nötigen Drehmoment angezogen sind.

Von Matthias Jekosch

"In Deutschland sind 480 Fahrzeuge betroffen", sagte ein Daimler-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Es handle sich um eine Charge, die zwischen 28. Februar und 6. März gebaut worden sei. Die Halter würden vom Kraftfahrt-Bundesamt angeschrieben.

Der Branchendienst "Auto Service Praxis" hatte zuvor online berichtet, weltweit seien 940 Einheiten betroffen. Die Zahl wollte der Sprecher nicht bestätigen. Er betonte, es seien keine Unfälle bekannt, und es handle sich um eine reine Präventivmaßnahme.

Erinnerungen werden wach an Zeiten, in denen Daimler von mehreren Pannen heimgesucht wurde. Die Rückstellungen zur Behebung von Qualitätsproblemen schossen in Zeiten von DaimlerChrysler in die Höhe, der Gewinn ging zurück.

Erst vergangene Woche rückte ein Defekt an einem Dieselmotor vor drei Jahren wieder in den Vordergrund, weil die Dimension der damaligen Probleme beziffert wurde: Der Schaden belaufe sich auf mehr als eine halbe Milliarde Euro, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf den Konzern. Offiziell bestätigte Daimler die Summe nicht.

300.000 Werkstattbesuche wegen eines defekten Dieselmotors

Bei dem besonders sparsamen Vier-Zylinder-Dieselmotor, der in nahezu allen Baureihen eingesetzt wurde, waren die Injektoren ausgefallen. Das führte in der Folge zu mindestens 300.000 Werkstattbesuchen von Kunden.

Jüngst schnitt die Mercedes-Benz C-Klasse bei einem Crash-Test in den USA schlecht ab. Das US-Forschungsinstitut Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) simulierte, was passiert, wenn ein Auto nur mit einem Teil der Frontpartie bei 64 Stundenkilometern mit einem starren Objekt wie einem Brückenpfeiler oder einem Strommast kollidiert.

Die C-Klasse und der Audi A4 erhielten die schlechtestmögliche Bewertung "poor". Der VW Passat CC steht nicht viel besser da. In allen anderen von den Unfallforschern untersuchten Disziplinen wie dem klassischen Front- und Seitenaufpralltest erzielen die deutschen Autos aber Bestnoten. Daimler zeigte sich sensibilisiert für die Testergebnisse, meldete aber zugleich Zweifel an deren Alltagsrelevanz an. "Kollisionen dieser Art ereignen sich in aller Regel selten", hieß es nach Bekanntwerden der Ergebnisse vom Konzern.

(dapd)


 


 

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