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Dax tritt auf der Stelle

Punktlandung für den Dax: Der deutsche Leitindex beendete den Handel am Dienstag exakt auf dem Stand des Vortags bei 7.175 Punkten. Kursgewinne der Automobilhersteller und der Versorger hielten sich mit kräftigen Verlusten der Dax-Schwergewichte Bayer und Siemens am Ende die Waage.

"Nach dem Dax-Anstieg von 10 Prozent seit Mitte März brauchen Investoren einfach neue Impulse für weitere Käufe", sagte ein Händler. Der MDAX verlor 0,1 Prozent auf 10.551 Zähler, der TecDax gewann dagegen 0,6 Prozent auf 949 Zähler.

Die US-Börsen zeigten sich im frühen Handel nach einem Ausflug ins Minus fester. Der Dow-Jones-Index legte gegen 18.00 Uhr MESZ um 0,2 Prozent auf 12.429 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,4 Prozent auf 2.800 Stellen. Händler sprachen von einem ruhigen Geschäft. Nach dem Anstieg in der Vorwoche konsolidiere der Markt etwas, präsentiere sich aber weiterhin recht stark. Dass der ISM-Index für den Dienstleistungssektor der USA im März deutlich gesunken ist und die Erwartungen nicht erreicht hat, bleibt damit ohne stärkere Wirkung.

Der Euro kostete am Abend 1,4221 Dollar und damit etwas mehr als am Mittag. "Die deutliche Stimmungseintrübung im US-Dienstleistungssektor kam angesichts des scharfen Einbruchs des Verbrauchervertrauens nicht ganz überraschend. So dürfte insbesondere der kräftige Benzinpreisanstieg die Nachfrage nach Dienstleistungen gedämpft haben", sagte ein Volkswirt der Postbank. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4166 Dollar festgelegt.

Im Dax lagen Infineon oben auf, die 3,8 Prozent zulegten auf 7,75 Euro. Die Aktie schwamm im Fahrwasser von National Semiconductor, die nach einem Übernahme-Angebot von Texas Instruments um mehr als 70 Prozent haussierten. Texas Instruments will National Semiconductor für 6,5 Milliarden Dollar in bar übernehmen. Commerzbank folgten mit plus 3,1 Prozent auf 5,60 Euro, adidas gewannen 1,8 Prozent auf 45,49 Euro.

Bayer führten die Verlierer mit minus 3,6 Prozent an auf 54,65 Euro. Eine Studie zur Thrombosevorsorge hat die Wirksamkeit des Wirkstoffes "Rivaroxaban" zwar bestätigt; das Blutungsrisiko war Analysten zufolge jedoch höher als erwartet. Nun könne sich die Zulassung des Medikaments verzögern und die Kosten für die Forschung steigen, hieß es. Siemens fielen um 1,3 Prozent auf 96,87 Euro. In einem Zwischenbericht zum zweiten Quartal sprach das Unternehmen von einer Beruhigung des Wachstums im zweiten Halbjahr. Nach der Kurs-Rally der Aktie in den vergangenen Wochen hätten Anleger daraufhin Kursgewinne mitgenommen, berichteten Händler.

Im MDax verloren Demag Cranes 1,9 Prozent auf 36,55 Euro, Wacker Chemie gaben 1,6 Prozent ab auf 165,30 Euro. Gefragt waren TUI, die knapp 3,0 Prozent gewannen auf 8,78 Euro.

Im TecDax legten Evotec um 4,9 Prozent zu auf 3,10 Euro, Dialog Semiconductor machten 4,6 Prozent gut auf 15,60 Euro. Börsenneuling Gigaset verloren dagegen 3,3 Prozent auf 4,26 Euro.

(dapd )


 


 

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