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Handel mit starken Schwankungen

Dax stabilisiert sich bei gut zwei Prozent Minus

Nach der Verschärfung der Schuldenkrise in den USA und Europa ist der deutsche Aktienmarkt bis Montagmittag tief in die roten Zahlen gerutscht. Gegen 13:30 Uhr notierte der Dax bei 6.090, das waren 2,3 Prozent weniger als zu Handelsschluss am Freitag. Damit reagierte der Markt auf die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Zunächst war der Dax mit deutlich geringeren Verlusten in den Handel gestartet und zeitweise sogar ins Plus gedreht, am Vormittag kippte die Stimmung dann aber.

Stützend wirkte die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), Anleihen aus der Eurozone aufzukaufen. Davon profitierten die Krisenstaaten Spanien und Italien. Die Rendite auf Staatspapiere der beiden Länder sank - ein Zeichen für eine leichte Entspannung. Der Goldpreis, Barometer für die Verunsicherung der Anleger, erreichte ein Allzeithoch. Gegen 13:45 Uhr notierte das Edelmetall bei 1.702 Dollar pro Feinunze.

Politik: Hektische Krisendiplomatie

Nach der hektischen Krisendiplomatie der führenden Wirtschaftsmächte am Wochenende war die Reaktion der Märkte mit Spannung erwartet worden. Die Börsen in Asien hatten bereits deutliche Verluste verzeichnet. Der japanische Nikkei gab 2,2 Prozent auf 9.098 Zähler nach. An anderen Börsen war das Minus deutlich höher.

Der MDax stürzte um 4,6 Prozent auf 8.712 Punkte. Der TecDax gab um 2,7 Prozent nach auf 698 Zähler. Insgesamt schwankten die Aktienkurse ungewöhnlich stark.

S&P hatte den USA am Freitagabend nach Handelsschluss an der Wall Street erstmals die Bestnote entzogen und die Bewertung der US-Kreditwürdigkeit von "AAA" auf "AA+" gesenkt. Zur Begründung hieß es, die vom Kongress beschlossenen Schritte zum Abbau des Staatsdefizits gingen nicht weit genug, um den Haushalt nachhaltig zu stabilisieren.

Der Euro stieg am Montag infolge der Herabstufung der US- Bonität zunächst, fiel dann aber wieder zurück. Gegen 13:45 Uhr stand die Gemeinschaftswährung bei 1,4224 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch bei 1,4155 Dollar festgelegt.

Im Dax profitierten mehrheitlich Finanzwerte vom Eingriff der EZB in den Anleihemarkt. An die Spitze setzten sich Allianz, die 0,7 Prozent zulegten auf 79,60 Euro. Es folgten Deutsche Telekom mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 10,03 Euro und Münchner Rück, die 0,5 Prozent auf 93,26 Euro gewannen. Trotz hervorragender Absatzzahlen stürzten BMW um 7,2 Prozent ins Minus und kosteten noch 56,13 Euro. Daimler fielen um 6,2 Prozent auf 39,37 Euro. Infineon verschlechterten sich um 6,1 Prozent auf 5,58 Euro.

Im MDax stiegen Gagfah um 2,5 Prozent auf 3,72 Euro und standen damit am besten da. Ganz unten fanden sich Continental wieder, die um 8,3 Prozent auf 53,07 Euro abstürzten.

Im TecDax setzten sich Qiagen mit einem Plus von 4,0 Prozent auf 11,55 Euro an die Spitze. Ganzen unten standen QSC mit einem Verlust von 9,3 Prozent auf 2,04 Euro.

(dapd )


 


 

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