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Dax leidet unter enttäuschenden Wirtschaftsdaten

Schwache Wirtschaftsdaten rund um den Globus haben am Donnerstag für tiefrote Kurse am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Händler sprachen von einer erneuten Flucht aus riskanten Anlagen wie Aktien.

 Der DAX rutschte um 1,8 Prozent auf 6.875 Punkte ab. Zuvor hatte vor allem das US- Bruttoinlandsprodukt enttäuscht. Händler erwarteten für das vierte Quartal eine Erhöhung des Wachstums auf 3,2 Prozent. Tatsächlich waren es aber nur 3,0 Prozent.

Auch Daten zum Geschäftsklima in der Eurozone fielen schwächer als erwartet aus. Hinzu kamen schlechte Auftragseingänge beim deutschen Maschinenbau und der Generalstreik in Spanien. In Italien schnellten die Anleiherenditen nach oben und brachten Banken unter Druck. Verstärkt wurde der Kursrutsch außerdem durch Gewinnmitnahmen vor dem Quartalsende.

Händler sprachen zudem von einem kräftigen Anstieg der Umsätze. "Steigende Umsätze bei fallenden Kursen sind normalerweise ein schlechtes Zeichen", sagte ein charttechnisch orientierter Analyst. Der DAX könnte noch bis in den Bereich von 6.700 Punkten fallen.

Zu den Hauptverlierern der Flucht aus dem Risiko gehörten Banken. In Italien wurden einige Institute vom Handel ausgesetzt. Im DAX wurden die Aktien der Deutsche Bank mit einem Abschlag von 3,6 Prozent auf 36,92 Euro zum Tagesverlierer. Papiere der Commerzbank gaben um 2,7 Prozent auf 1,86 Euro nach. Auch Versicherer standen unter Druck: Papiere der Allianz verloren 2,3 Prozent auf 89,30 Euro.

Zudem litten Automobilwerte besonders unter Gewinnmitnahmen zum Quartalsende. Bei ihnen konnten Marktteilnehmer binnen drei Monaten die größten Gewinne erzielen. Unter anderem waren MAN in den ersten drei Monaten um 44 Prozent und Daimler um 32 Prozent gestiegen. Am Donnerstag gaben MAN um 1,2 Prozent, Daimler um 3,3 Prozent, BMW um 2,1 Prozent und VW um 2,6 Prozent nach. Als einziger DAX-30-Titel konnten Papiere von Fresenius Medical Care um 0,4 Prozent auf 53,10 Euro zulegen.

Im MDAX, der insgesamt 1,4 Prozent auf 10.532 Punkte verlor, konnten Stada-Titel um 4,5 Prozent auf 24,09 Euro zulegen. Händler sprachen von einer großen Erleichterung, nachdem der Medikamenten-Hersteller angekündigt hatte, keine Kapitalerhöhung zu planen. Dagegen setzten Hochtief-Papiere ihren Abwärtstrend fort und fielen um 2,2 Prozent auf 47,60 Euro. Die australische Tochter Leighton hatte wie befürchtet eine erneute Gewinnwarnung ausgesprochen. Auch Hochtief muss nun seine Zahlen revidieren.

Im TecDAX, der um 1,5 Prozent auf 782 Punkte sank, standen Solarwerte erneut unter Druck. SMA Solar legte enttäuschende Zahlen vor, die Analysten auf Marktanteilsverluste zurückführten. Die Aktien brachen um 7,2 Prozent auf 34,75 Euro ein. Im Gefolge rutschten auch andere Solartitel ab: Centrotherm um 7,8 Prozent und SolarWorld fast um 9 Prozent.

Der Euro kostete am Abend (18.50) Uhr 1,327 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag bei 1,3272 US-Dollar festgesetzt. Dies entsprach einem Wertverlust gegenüber dem Vortag von 0,65 US-Cent oder 0,5 Prozent.

Mit Material von Dow Jones Newswires

(dapd )


 


 

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