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Gekapertes Schiff Hansa Stavanger

Der abgeblasene Piraterie-Einsatz der Eliteeinheit GSG-9

Peinlich. Die Chefs der somalischen Piratenclans dürften sich über die deutsche Regierung köstlich amüsieren. Auswärtiges Amt, Bundesinnenministerium und Verteidigungsministerium zeigten sich nach einem beispiellosen Kompetenzgerangel unfähig, eine Kommandoaktion zur Befreiung des gekaperten Schiffes "Hansa Stavanger" vor Somalia durchzuführen.

Der Einsatz der GSG 9 scheiterte nicht an der Stärke der Piraten, sondern an der Schwäche der politischen Führung in Berlin. Sie gibt sich immer noch der Illusion hin, Piraten ließen sich allein durch die Präsenz von ein paar Kriegsschiffen abschrecken, wie Verteidigungsminister Jung gerne erzählt. Dahinter verbirgt sich die Angst, dass deutsche Soldaten notfalls Piraten auch töten müssten. Zudem muss bei einer Befreiungsaktion auch das Schreckensszenario einkalkuliert werden. Sprich: dass deutsche Geiseln ums Leben kommen.

Geheime Kommandoaktion: Berliner Ministerien plauderten Details aus

Zu einem Himmelfahrtskommando wird solch eine Aktion, wenn der Überraschungseffekt gegen null tendiert. Bei der "Hansa Stavanger" war dies der Fall, weil die Ministerien so verschwiegen waren, dass die sogenannte Geheimaktion in allen deutschen Medien stand. Da hätte der Verteidigungsminister genauso gut einen Brief schreiben können: Liebe Piraten, nicht erschrecken, wir kommen vorbei - falls wir alle Stempel für die Mission "Hansa Stavanger" zusammenbekommen.

Quelle: ots / Neue Osnabrücker Zeitung

(Redaktion)


 


 

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