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Aids-Prävention

Deutsche AIDS-Hilfe fordert sofortigen Stopp von Hitler-Kampagne

Die Deutsche Aids-Hilfe e.V. (DAH) fordert den sofortigen Stopp der Kampagne "Aids ist ein Massenmörder - schütz dich selbst", die von einer Hamburger Werbeagentur für den gemeinnützigen Verein Regenbogen e.V. entwickelt wurde. In einem Spot wird der Diktator Adolf Hitler beim Geschlechtsverkehr mit einer Frau gezeigt. Er erntet besondere Kritik. Dieser Spot soll u.a. im Fernsehen und im Kino gezeigt werden.


Das Abspielsymbol anklicken, um das Video zu starten:

Dazu erklärt Carsten Schatz, Mitglied im Bundesvorstand der DAH: "Die Deutsche AIDS-Hilfe verurteilt den Spot des Vereins Regenbogen auf das Schärfste: "Wir fordern den sofortigen Stopp der Kampagne. Der Spot mit einem Adolf-Hitler-Imitator verhöhnt alle Opfer des Nationalsozialismus und setzt HIV-positive Menschen mit Massenmördern gleich." Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene ist sie nach Auffassung der Aids-Hilfe ungeeignet.

Verein nimmt Homepage aus dem Netz

Offensichtlich sind die Verwerfungen zwischen Aids-Hilfe und dem Verein (zur Verein Definition) inzwischen so groß, dass sogar offentlich die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Regenbogen e.V. gefordert und Prominente, Medien und Kinobetreiber zum Boykott der Kampagne aufgerufen werden. Die DAH wirft den Machern des Spots außerdem Panikmache auf dem Rücken von Menschen mit HIV und Aids vor und will eigenen Angaben zufolge rechtliche Schritte gegen den Verein prüfen. Die Webseite des Vereins Regenbogen e.V. war bereits am Morgen des 9. Septembers nicht mehr erreichbar. Auch Kopien der Webseite im Google-Cache hatte man löschen lassen. Auf der Videoplattform Youtube ist der Clip nur noch in Ausschnitten aus Fernsehbeiträgen erreichbar.

Referent: Billige Effekthascherei

"Aus fachlicher Sicht ist dieses Kampagne im Hinblick auf die angegebenen Ziele wirkungslos, überflüssig und kontraproduktiv. Es geht hier nur um billige Effekthascherei - allerdings auf besonderes ekelerregende und infame Weise. Der Spot ist eine fürchterliche Diskriminierung und Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen. Die erfolgreiche HIV-Prävention der Deutschen AIDS-Hilfe (Berlin) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA (Köln) informieren sachlich über die Gefahren einer HIV-Infektion und motivierten zudem zum Schutz mit Kondomen, " so Dr. Dirk Sander, Referent für strukturelle Prävention bei der Deutschen Aids-Hilfe. Die Kampagnen der beiden Organisationen arbeiteten mit alters- und zielgruppengerechten Botschaften und wirksamen Präventionsmaßnahmen, die Menschen mit und ohne HIV unterstützten, sich und andere vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen.

(Redaktion)


 


 

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