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Strecke Wilhelmshaven - Oldenburg hat hohe Priorität

Bei einem Treffen in Hannover haben sich Niedersachsen Verkehrsminister Jörg Bode (FDP), Bremens Verkehrssenator Dr. Reinhard Loske (Grüne) und DB-Vorstand Technik und Infrastruktur Dr. Volker Kefer über die weitere Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur in den Ländern Niedersachsen und Bremen verständigt.

"Die beiden Bundesländer und die Bahn sehen einen Schwerpunkt in der Realisierung der Y-Trasse, " so Wirtschaftsminister Jörg Bode. Über die Trasse, die mit milliardenschweren Kosten verbunden wäre, soll der ICE-Personenverkehr vom Güterverkehr entmischt werden, damit der Güterverkehr die übrigen Bahnstrecken nutzen kann und es nicht zu gegenseitigen Behinderungen kommt. Auf den ICE-freien Trassen sollen wiederum künftig immer mehr Güterzüge rollen, weil man auch in den Niederlanden die Transportkapazitäten ausbaut. Die Bahnstrecken-Planer müssen deshalb neben einer wachsenden Anzahl von Seecontainern aus den Häfen in Bremerhaven, Wilhelmshaven (Jade-Weser-Port) und Hamburg auch die niederländischen Ausbaupläne im Blick behalten, deren Schienen-Frachtaufkommen nach Deutschland sich nach dem Ausbau des Hafens in Rotterdam künftig verfünffachen soll. Nach Deutschland sollen die Güter über den Bahnhof Bad Bentheim (Grafschaft Bentheim) geleitet werden.

Nachdem der Bund zwischenzeitlich Planungsgelder in Höhe von 20 Mio Euro für das Projekt "Y-Trasse" freigegeben hat, sollen nun die notwendigen Finanzierungsvereinbarungen geschlossen werden, "damit die Unterlagen für die Planfeststellungsverfahren zeitnah erarbeitet werden können," so Bode weiter. Hierzu ergänzte Bremens Senator Reinhard Loske: "Der Ausbau der Schieneninfrastruktur für den Seehafenhinterlandverkehr ist für uns ein unverzichtbarer Bestandteil der Investitionen der nächsten Jahre." 

Investitionen von fast einer Milliarde Euro

Ulrich Bischoping, DB-Konzernbevollmächtiger für Niedersachsen und Bremen erklärte, dass man bis zum Jahr 2013 mehr als 900 Millionen Euro investieren wolle, um die Schieneninfrastruktur in Niedersachsen und Bremen weiter zu verbessern. Hinzu kämen rund 60 Millionen Euro aus den aktuellen Konjunkturprogrammen, mit denen man Ausbauprojekte zeitlich nach vorne gezogen habe. 

Bahnhöfe in Weser-Ems profitieren

Derzeit wichtigstes Projekt in Niedersachsen ist der Ausbau der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt in beiden Ländern sind die Bahnhöfe, wobei dort die Verbesserung von Erscheinungsbild, Fahrgastinformation, Barrierefreiheit und Wetterschutz im Mittelpunkt stehen sollen. So soll unter anderem endlich die Grunderneuerung des Bremer Hauptbahnhof vollendet werden, der auf Höhe der Bahnsteige bereits seit über einem halben Jahrzehnt auf die restlichen Arbeiten wartet, während der übrige Bahnhof bereits fertig saniert ist. Auch der Bahnhof in Bremerhaven, in dem man bisher noch ein durchaus interessantes Kapiel deutscher Bahngeschichte besichtigen konnte, wird erneuert.

Auch in Weser-Ems sollen Bahnhöfe im Rahmen des Programms "Niedersachsen ist am Zug II" von einem Teil der zur Verfügung stehenden rund 100 Millionen Euro profitieren. Mit aufgenommen in die Planungen sind die Bahnhöfe Hude, Brake, Nordenham, Emden, Leer, Papenburg, Dörpen, Meppen, Leschede, Osnabrück Hauptbahnhof und Osnabrück Altstadt (ehemals Hasetor).

(Redaktion)


 


 

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