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Gewerkschaft EVG kündigt Warnstreik für Montagmorgen an

Vor der dritten Verhandlungsrunde verschärft sich der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn. Die Verkehrsgewerkschaft EVG kündigte am Samstag Warnstreiks für den Montagmorgen an. Es dürfte daher bundesweit zu Behinderungen im Zugverkehr kommen. Die Bahn nannte die Maßnahmen unverhältnismäßig.

In den ersten beiden Verhandlungsrunden für die rund 130.000 Bahnmitarbeiter lagen die Vorstellungen von Bahn und Gewerkschaften noch weit auseinander. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Geld, die Bahn hatte schrittweise Lohnerhöhungen von 2,4 und 2,0 Prozent angeboten. "Unsere Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer über das unzulängliche Angebot des Arbeitgebers", erklärte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba am Samstag. Der Protest sei eine deutliche Aufforderung, das vorliegende Angebot ordentlich aufzustocken.

Die Tarifverhandlungen gehen am Montag um 17.00 Uhr weiter. Schon am Morgen will die Gewerkschaft mit Warnstreiks den Druck erhöhen. Die Warnstreiks sollen von 6.00 bis 8.00 Uhr stattfinden. Betroffen sind Stellwerke, Werkstätten und die Reinigungsbetriebe. Ein Gewerkschaftssprecher sprach von Arbeitskampfmaßnahmen mit "Augenmaß". Die Gewerkschaft wolle nicht die Republik lahmlegen. Die Behinderungen würden aber spürbar sein.

Bahn reagiert mit "völligem Unverständnis"

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Die Deutsche Bahn reagierte mit "völligem Unverständnis" auf die Warnstreikankündigung. Eine Bahnsprecherin nannte die Maßnahmen bei vorgelegten Angebot "vollkommen unverständlich und unverhältnismäßig." Die Bahn habe ein Gesamtpaket von 5,4 Prozent mit verschiedenen Einkommenssteigerungen und einer höheren betrieblichen Altersvorsorge plus Einmalzahlung von 400 Euro angeboten. Es setzt sich zusammen aus einer zweistufigen Erhöhung um 2,4 Prozent zum 1. Mai 2013 und um weitere 2 Prozent zum 1. April 2014. Hinzu komme eine zusätzliche Erhöhung der betrieblichen Altersvorsorge um einen Prozentpunkt und eine Einmalzahlung von 400 Euro. Es sei daher "völlig absurd jetzt zu streiken", obwohl über das aktuelle Angebot der Bahn noch nicht einmal verhandelt worden sei.

Die Bahn werde versuchen, flexibel auf Arbeitsniederlegungen zu reagieren, um die Auswirkungen für die Reisenden soweit möglich zu begrenzen, kündigte die Sprecherin an.

(dapd)


 


 

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5 Kommentare

von Bravo
17.03.13 12:50 Uhr
Reist euch mal zusammen

Es ist wirklich zum Kotzen, dass es möglich ist, interne Lohnangelegenheiten auf dem Rücken der Allgemeinheit auszutragen!!!!
Danke, dass Ihr mir mein Wochenende versaut habt.
Steckt Euch Eure BahnCard-Bonuspunkte sonst wo hin.
Macht mal einigermaßen kontinuierlich das, wozu Ihr da seit und wofür wir Dödels Euch bezahlen. Das Geld kommt nämlich nicht aus der Steckdose..

von benni
17.03.13 13:36 Uhr
EVG

Wenn die EVG zum Streik aufruft, warum sehen wir ein Bild von der GDL?

von Ein Bahner
17.03.13 17:58 Uhr
EVG Streik

wenn man schon über einen möglichen Streik der EVG berichtet sollte man auch schon ein passendes Bild benutzen. Auch ein Archiv-Bild wie dieses sugeriert hier falsche Tatsachen.

Zur Klarstellung die GDL und Ihre Mitglieder werden nicht streiken da sie nicht in diesen Tarifkonflikt beteiligt sind.

Es sind die EVG und die DB AG die sich hier in Tarifverhandlungen gegenüber stehen.

von Hanburger
17.03.13 17:59 Uhr
Streik der EVG

Lieber ,Schreiber des Artikels, ich weiss nicht ob sie verantwortlich für das Bild sind aber bitte erkundigen Sie sich doch vorher mal ob das Bild mit dem Text übereinstimmt, Auf dem Bild ist die Gewerkschaft der GDL zu sehen, streiken will die Gewerkschaft der EVG.Das ist schon ein unterschied. Da die Gwerkschaft der EVG arbeitgeberfreundlich ist und das nur ein Alibistreik ist bitte nicht alles in ein Topf schmeißen.Währe nett wenn das geändert wird. Gruss....

von Redaktion
18.03.13 09:11 Uhr
Bild-Kritik

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre zahlreiche Kritik. Auf Ihren Wunsch hin, ist das ursprüngliche Bild dieses Artikels entfernt und gegen ein Symbolbild der Gewerkschaft EVG ersetzt worden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Redaktion von
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